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Portugal hat ein neues Steuermodell eingeführt, das den bisherigen NHR-Status ersetzt. Das neue Modell, bekannt als NHR 2.0 oder IFICI, zielt darauf ab, qualifizierte Arbeitnehmer und Unternehmer in zukunftsorientierten Branchen anzuziehen.
Das Programm bietet attraktive steuerliche Vorteile für Beschäftigte in Bereichen wie Forschung, IT und erneuerbaren Energien. Mit einem Einkommensteuersatz von 20 Prozent auf portugiesisches Einkommen und Steuerbefreiung auf bestimmte ausländische Einkünfte schafft Portugal einen interessanten Rahmen für internationale Fachkräfte.
Key Takeaways
Der neue NHR 2.0 Status richtet sich gezielt an Beschäftigte in innovativen Branchen
Teilnehmer profitieren von einem reduzierten Steuersatz von 20 Prozent auf portugiesisches Einkommen
Das Programm ermöglicht eine Steuerbefreiung für bestimmte ausländische Einkünfte während der zehnjährigen Laufzeit
Überblick über das neue Steuermodell
Das portugiesische Parlament hat Ende 2024 ein neues Steuermodell verabschiedet, das bedeutende Änderungen im Besteuerungssystem des Landes mit sich bringt. Die Reform zielt darauf ab, qualifizierte Arbeitskräfte anzuziehen und den Wirtschaftsstandort Portugal zu stärken.
Abschaffung des NHR-Status
Der bisherige NHR-Status bot Steuervorteile mit einem Steuersatz von 20% auf portugiesische Einkünfte und 10% auf Renten. Ausländische Dividenden waren komplett steuerfrei. Diese Regelung wurde trotz ihrer wirtschaftlichen Vorteile für Portugal aus politischen Gründen beendet.
Einführung des NHR 2.0 bzw. IFICI
Das neue IFICI-Programm richtet sich gezielt an Beschäftigte in innovativen Branchen:
Kernbereiche:
Forschung und Entwicklung
Informationstechnologie
Erneuerbare Energien
Technische Entwicklung
Steuerliche Vorteile:
20% Einkommensteuer auf portugiesische Einkünfte
Steuerbefreiung für ausländische Kapitalerträge
Gültigkeit: 10 Jahre
Voraussetzungen:
Anstellung in einem qualifizierten Unternehmen
Ausübung einer genehmigten Tätigkeit
Bei Dienstleistungsunternehmen: 50% Auslandsumsatz
Wichtige Einschränkungen:
Keine Vergünstigungen für Rentner
Ausschluss von Einkünften aus Niedrigsteuerländern
Pflicht zur Deklaration weltweiter Einkünfte
Die praktische Umsetzung erfordert einen Geschäftsplan und die Genehmigung durch die zuständigen Behörden. Die Antragstellung erfolgt rückwirkend mit der Steuererklärung.
Vorteile der neuen Steuerregelung für Qualifizierte Arbeitnehmer
Berufliche Steuererleichterungen für Fachkräfte
Die neue Steuerregelung richtet sich gezielt an Fachkräfte in zukunftsweisenden Branchen wie Forschung, IT und Technologie. Qualifizierte Arbeitnehmer in anerkannten Unternehmen können von dieser Regelung profitieren. Die zulässigen Positionen umfassen unter anderem Softwareentwickler, Geschäftsführer und Ingenieure.
Reduzierte Einkommensteuer auf portugiesische Einkünfte
Die Steuerbelastung auf portugiesische Einkünfte beträgt nur 20 Prozent - eine erhebliche Ersparnis im Vergleich zum regulären Steuersatz von bis zu 48 Prozent. Die Sozialversicherungsbeiträge bleiben bestehen, werden aber größtenteils vom Arbeitgeber getragen.
Steuerbefreiung für ausländische Einnahmen
Ausländische Einkünfte sind von der Steuerpflicht befreit, einschließlich Kapitalerträge aus Aktienverkäufen. Diese Regelung gilt nicht für Einkünfte aus Gesellschaften in Niedrigsteuerländern. Alle weltweiten Einkünfte müssen deklariert werden, auch wenn sie steuerfrei sind. Die Steuerbefreiung erstreckt sich nicht auf Renten und Pensionen - diese werden mit dem regulären Steuersatz von bis zu 48 Prozent besteuert.
Die neue Regelung gilt für einen Zeitraum von zehn Jahren. Die Antragstellung erfolgt rückwirkend mit der Steuererklärung nach Aufnahme der Beschäftigung.
Qualifizierte Teilnehmer des NHR 2.0 Programms
Arbeitnehmer in zugelassenen Wirtschaftssektoren
Das neue NHR 2.0 Programm richtet sich gezielt an Beschäftigte in ausgewählten Branchen. Der Schwerpunkt liegt auf Technologie, Forschung und Innovation. Softwareentwickler, Ingenieure und Führungskräfte in anerkannten Unternehmen können von diesem Steuerstatus profitieren.
Die steuerlichen Vorteile sind beträchtlich:
20% Einkommensteuer auf portugiesisches Einkommen
Steuerbefreiung für ausländische Einkünfte
Gültigkeit des Status für 10 Jahre
Wichtig: Ausländische Einkünfte müssen in Portugal deklariert werden, auch wenn sie steuerfrei bleiben. Renteneinkünfte sind von den Vergünstigungen ausgeschlossen.
Selbstständige und Unternehmer mit spezifischen Anforderungen
Unternehmer können den NHR 2.0 Status nutzen, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen:
Zulässige Geschäftsbereiche:
IT und Technologie
Forschung und Entwicklung
Erneuerbare Energien
Dienstleistungen mit mindestens 50% Auslandsumsatz
Die Antragstellung erfordert:
Einen detaillierten Geschäftsplan
Genehmigung der zuständigen Behörde
Tätigkeit als Geschäftsführer im eigenen Unternehmen
Der Antrag wird rückwirkend nach Aufnahme der Beschäftigung gestellt. Eine vorherige Prüfung der Voraussetzungen ist unerlässlich.
Beschränkungen und Bedingungen
Ablehnung von Rentnern
Das neue Steuerprogramm schließt Rentner und Pensionäre ausdrücklich aus. Renteneinkünfte werden mit dem regulären portugiesischen Steuersatz von bis zu 48% besteuert. Diese Einschränkung gilt für alle Arten von Altersbezügen und Pensionsleistungen.
Erforderliche Arbeitstätigkeit in Portugal
Die Teilnahme am Programm setzt zwingend ein Beschäftigungsverhältnis in Portugal voraus. Die Tätigkeit muss in einem anerkannten Unternehmen der folgenden Branchen ausgeübt werden:
Forschung und Entwicklung
Informationstechnologie
Erneuerbare Energien
Technische Innovation
Internationale Dienstleistungen (mit min. 50% Auslandsumsatz)
Die Beschäftigung muss in einer genehmigten Position erfolgen, wie z.B:
Softwareentwickler
Ingenieur
Geschäftsführer
Technische Fachkräfte
Ausschluss von Einkünften aus Steueroasen
Einkünfte aus Unternehmen in Niedrigsteuerländern, die auf der portugiesischen Schwarzen Liste stehen, sind vom Steuervorteil ausgenommen. Diese Einnahmen, wie etwa Dividenden von Offshore-Gesellschaften, unterliegen der regulären portugiesischen Besteuerung. Eine vollständige Offenlegung aller weltweiten Einkünfte ist erforderlich, auch wenn diese steuerfrei bleiben.
Antragsprozess für den steuerlichen Sonderstatus NHR 2.0
Qualifikation im zugelassenen Wirtschaftssektor
Die Bewerbung für den NHR 2.0 Status erfordert eine Beschäftigung in bestimmten, von der portugiesischen Regierung anerkannten Wirtschaftssektoren. Zu diesen gehören primär Forschung, IT, Entwicklung und erneuerbare Energien.
Die Antragsteller müssen in qualifizierten Positionen wie Softwareentwickler, Ingenieur oder Geschäftsführer tätig sein. Dienstleistungsunternehmen können sich ebenfalls qualifizieren, wenn sie mindestens 50% ihres Umsatzes im Ausland generieren.
Geschäftsplan und Unternehmensgründung
Bei Gründung eines eigenen Unternehmens muss ein detaillierter Geschäftsplan bei der zuständigen Behörde eingereicht werden. Der Plan sollte folgende Elemente enthalten:
Beschreibung der Geschäftstätigkeit
Nachweis der Zugehörigkeit zu einem zugelassenen Sektor
Darstellung der internationalen Ausrichtung
Qualifikation der geplanten Arbeitsstelle
Die Genehmigung durch die Behörde ist Voraussetzung für die Nutzung der Steuervorteile.
Nachträgliche Antragstellung nach Tätigkeitsaufnahme
Der NHR 2.0 Status wird nicht im Voraus beantragt. Die Antragstellung erfolgt nach:
Aufnahme der qualifizierten Beschäftigung
Umzug nach Portugal
Einreichung der Steuererklärung
Die steuerlichen Vorteile von 20% Einkommensteuer auf portugiesische Einkünfte und Steuerfreiheit für bestimmte ausländische Einkünfte gelten nach Genehmigung für zehn Jahre.
Bürokratie und Organisationsaufwand
Die Beantragung des neuen IFICI-Status (NHR 2.0) erfordert einen mehrstufigen Prozess mit verschiedenen behördlichen Genehmigungen. Die Anträge werden rückwirkend nach Aufnahme der Beschäftigung gestellt.
Für Angestellte in zugelassenen Branchen gestaltet sich der Prozess verhältnismäßig unkompliziert. Sie müssen nachweisen, dass sie in einem anerkannten Unternehmen in einer qualifizierten Position tätig sind.
Unternehmer stehen vor größeren administrativen Hürden:
Erstellung eines detaillierten Geschäftsplans
Nachweis der Tätigkeit in förderungswürdigen Branchen
Genehmigung durch die zuständige Behörde
Bei Dienstleistungsunternehmen: Nachweis von mindestens 50% Auslandsumsatz
Die Anerkennung als förderungswürdiges Unternehmen ist von der jeweiligen Branche abhängig. Unterschiedliche Behörden sind für verschiedene Wirtschaftszweige zuständig.
Die genauen Durchführungsbestimmungen und Verwaltungsanweisungen stehen noch aus. Die praktische Umsetzung des Programms muss sich erst noch zeigen.
Eine weltweite Einkommenserklärung ist verpflichtend. Steuerbefreite Einkünfte müssen einzeln begründet und nachgewiesen werden.
Zukünftige Aussichten und mögliche Änderungen
Das neue portugiesische Steuerprogramm IFICI (NHR 2.0) zeigt vielversprechende Perspektiven für qualifizierte Arbeitnehmer und Unternehmer. Die steuerlichen Vorteile von 20% auf portugiesisches Einkommen und Steuerfreiheit für ausländische Einkünfte machen das Programm besonders attraktiv.
Die Zielgruppen des Programms sind klar definiert:
IT-Spezialisten
Ingenieure
Führungskräfte in innovativen Branchen
Forscher und Entwickler
Dienstleister mit mindestens 50% Auslandsumsatz
Für Arbeitnehmer bietet sich ein unkomplizierter Weg zur Nutzung des Programms. Die Anstellung bei einem zugelassenen Unternehmen in Portugal ermöglicht direkte steuerliche Vorteile.
Die Gründung eines eigenen Unternehmens erfordert:
Einen detaillierten Geschäftsplan
Genehmigung durch zuständige Behörden
Tätigkeit in geförderten Branchen
Nachweis der Qualifikation
Die praktische Umsetzung des Programms steht noch am Anfang. Detaillierte Verwaltungsvorschriften werden noch erwartet. Die rückwirkende Beantragung des Status gibt Antragstellern Zeit zur sorgfältigen Vorbereitung.
Die geografische Lage und Lebensqualität Portugals verstärken die Attraktivität des Programms. Die niedrigen Lebenshaltungskosten kombiniert mit den Steuervorteilen ermöglichen ein effektives Vermögensmanagement über den zehnjährigen Begünstigungszeitraum.
Vergleich zum Spanischen Beckham-Gesetz
Das neue portugiesische IFICI-Programm weist bedeutende Ähnlichkeiten mit dem spanischen Beckham-Gesetz auf. Eine zentrale Gemeinsamkeit ist die Pflicht zur Anstellung in einem Unternehmen.
Die steuerliche Behandlung ausländischer Einkünfte gestaltet sich in beiden Ländern unterschiedlich. In Portugal müssen sämtliche weltweiten Einkünfte deklariert werden, auch wenn diese steuerfrei sind. Spanien verlangt diese umfassende Offenlegung nicht.
Der Steuersatz von 20% auf portugiesische Einkommen entspricht dem spanischen Modell. Die Sozialversicherungsbeiträge in Portugal bleiben davon unberührt und sind vergleichsweise hoch.
Die zugelassenen Branchen in Portugal sind eng definiert:
Forschung und Entwicklung
Informationstechnologie
Erneuerbare Energien
Technische Innovation
Serviceunternehmen mit 50% Auslandsumsatz
Wichtige Einschränkungen:
Keine Steuervorteile für Rentner
Einkünfte aus Niedrigsteuerländern sind ausgeschlossen
Beschäftigung muss in zugelassenen Bereichen erfolgen
Die Antragstellung erfolgt rückwirkend mit der Steuererklärung, nicht vorab wie in Spanien. Die Genehmigung erfordert umfangreiche Nachweise und einen detaillierten Geschäftsplan bei Unternehmensgründungen.
Portugal als Wirtschaftsstandort mit Steuervorteilen
Attraktive Steuerregelungen und Arbeitsmöglichkeiten
Das neue portugiesische Steuerprogramm IFICI bietet qualifizierten Arbeitnehmern bedeutende Vorteile. Der Einkommensteuersatz beträgt nur 20% statt der regulären 48%. Ausländische Einkünfte bleiben größtenteils steuerfrei.
Die Regelung zielt besonders auf Fachkräfte in zukunftsweisenden Branchen:
Informationstechnologie
Forschung und Entwicklung
Erneuerbare Energien
Innovative Technologien
Wichtige Voraussetzungen für IFICI:
Anstellung bei einem zugelassenen Unternehmen
Qualifizierte Position (z.B. Ingenieur, Entwickler, Geschäftsführer)
Tätigkeit in genehmigten Branchen
Dienstleistungsunternehmen können sich ebenfalls qualifizieren, wenn sie mindestens 50% ihres Umsatzes im Ausland erwirtschaften. Die Antragstellung erfolgt rückwirkend bei der Steuererklärung.
Einschränkungen:
Keine Vergünstigungen für Rentner und Pensionäre
Einkünfte aus Niedrigsteuerländern sind ausgenommen
Weltweites Einkommen muss deklariert werden
Lebenshaltungskosten und Lebensqualität
Portugal punktet mit günstigen Lebenshaltungskosten und hoher Lebensqualität. Die Westküste der iberischen Halbinsel bietet:
Angenehmes Klima
Ausgezeichnete Gastronomie
Freundliche Bevölkerung
Die Sozialversicherungsbeiträge sind zwar hoch, werden aber größtenteils vom Arbeitgeber getragen. Das Land eignet sich besonders für Fachkräfte, die Arbeitsplatz und Lebensqualität verbinden möchten.
Praktische Auswirkungen für das Arbeiten in Portugal
Tätigkeiten im technischen Bereich
Das neue Steuerprogramm NHR 2.0 bietet besondere Vorteile für Fachkräfte in zukunftsorientierten Branchen. Die Steuerlast beträgt nur 20% auf portugiesische Einkünfte, statt der regulären Progression bis 48%.
Qualifizierte Positionen umfassen:
Softwareentwickler
Ingenieure
Führungskräfte
Forschende
Die Sozialversicherungsbeiträge bleiben bestehen, werden aber größtenteils vom Arbeitgeber getragen. Der vereinfachte Zugang zum Programm macht es für angestellte Fachkräfte besonders attraktiv.
Investitionen und digitale Vermögenswerte
Die steuerliche Behandlung von Kapitalerträgen wurde im Vergleich zum vorherigen Modell verbessert. Ausländische Einkünfte wie Aktiengewinne sind komplett steuerfrei.
Wichtige Einschränkungen:
Keine Steuervergünstigungen für Einkünfte aus Niedrigsteuerländern
Weltweite Einkommenserklärungspflicht
Renteneinkünfte werden normal besteuert
Für Unternehmer und Selbstständige ist eine Anstellung in einem qualifizierten portugiesischen Unternehmen erforderlich. Dienstleistungsunternehmen müssen mindestens 50% ihres Umsatzes im Ausland erzielen.
Schlussfolgerungen und persönliche Einschätzungen
Das neue portugiesische Steuerprogramm IFICI (NHR 2.0) bietet gezielte Vorteile für qualifizierte Arbeitnehmer in Schlüsselbranchen. Der reduzierte Steuersatz von 20% auf portugiesisches Einkommen stellt eine erhebliche Ersparnis gegenüber dem regulären Höchststeuersatz von 48% dar.
Besonders attraktiv gestaltet sich die Steuerfreiheit für ausländische Einkünfte. Dies gilt allerdings nicht für Einkommen aus Niedrigsteuerländern oder für Rentenzahlungen.
Die begünstigten Branchen umfassen:
Forschung und Entwicklung
Informationstechnologie
Erneuerbare Energien
Technische Innovationen
Internationale Dienstleistungen (mit mindestens 50% Auslandsumsatz)
Die Antragstellung erfolgt rückwirkend bei der Steuererklärung. Eine vorherige Genehmigung ist nicht erforderlich.
Für Arbeitnehmer in technischen Berufen wie Softwareentwickler oder Ingenieure bietet das Programm klare Vorteile. Die Gründung eines eigenen Unternehmens erfordert dagegen einen komplexeren Prozess mit Geschäftsplan und behördlicher Prüfung.
Die sozialversicherungspflichtigen Beiträge bleiben trotz der Steuervergünstigungen bestehen. Der Großteil wird vom Arbeitgeber getragen.
Die geografische Lage Portugals, das milde Klima und die niedrigen Lebenshaltungskosten ergänzen die steuerlichen Vorteile des Programms. Die Regelung gilt für einen Zeitraum von zehn Jahren.