Mitschrift zum Podcast Perspektive Ausland: Als Non Dom steuerfrei in UK, Irland, Malta & Zypern leben
Perspektive Ausland Perspektive Ausland der Podcast Für Unternehmer und Freiberufler dies ins Ausland zieht, egal ob Steuerplanung, Auslands, Firmen, Gründungen oder Lifestyle Fragen. Hier geht es jede Woche zur Sache und hier sind deine Gastgeber Daniel Taborek und Sebastian Sauerborn.
00:00:23 - Begrüßung, Einleitung, Was ist der Non Dom Status?
Daniel: Herzlich Willkommen bei Perspektive Ausland. Heute sprechen wir über den Non Dom Status. Dieses Thema taucht ja immer häufiger in Schlagzeilen auf und deshalb wollen wir uns heute mal mit den wichtigsten Fragen beschäftigen, die zu diesem Thema aufkommt. Beginnen wir gleich mal mit der ersten Frage. Was ist denn der Non Dom Status? Und wo kommt der Begriff eigentlich?
Sebastian: Das ist eine sehr gute Frage. Genau also der Non Dom Status ist eigentlich eine Abkürzung für Non Domicite, also der alternative Begriff ist die sogenannte remmitance Basis of Taxation. Wir werden jetzt gleich beide Begriffe erklären. Grundsätzlich ist der Non Dom Status etwas, was für viele anachronistisch heutzutage wirkt. Es ist tatsächlich etwas, das aus Großbritannien kommt und sich bereits vor einigen hundert Jahren dort entwickelt hat, nämlich genau im 18. Jahrhundert, letztlich vom britischen König eingeführt wurde. Um nämlich hier ausländische Investoren nach Großbritannien zu locken und sie zu animieren, in Großbritannien zu investieren, dort zu leben, Geld auszugeben und einen hoch Staat aufzubauen und so weiter und sofort. Und der hatte ihnen damals zugesagt, dass sie, wenn sie dies tun, auf ihre Auslands-Einkünfte keine Steuern bezahlen müssten. Das war dann auch interessant für möglicherweise Personen, die in den Kolonien hohe Einkünfte haben. Also mal angenommen, jemand hatte jetzt eine Zucker Plantage irgendwo und kam nach Großbritannien, dann wurden diese einen künftigen Großbritannien steuerlich freigestellt. Es ist also schon, sagen wir mal etwas, das es seit vielen hundert Jahren gibt und in der Theorie wird das also so erklärt man unterscheidet also beim steuerlichen Status letztlich zwischen Residenz, also der Ansässigkeit wo wohne ich? Wo ist mein Lebensmittelpunkt, wo ist mein Ort des gewöhnlichen Aufenthaltes und wo ist mein Domicile, wo es also mein Steuer Domizil? Nach britischem Verständnis ist dieses Domicile der Geburtsort des Vaters. Ob das jetzt Sinn macht oder nicht, ich meine in der Bibel hört man ja, dass Josef aufgefordert wurde, vom Kaiser Augustus in den Geburtsort des Vaters zurückzukehren, um hier an der Volkszählung teilzunehmen. Es ist so eine ähnliche Sache, der Geburtstag des Vaters ist signifikant. Übrigens ja auch in der Schweiz, ganz interessant, in der Schweiz ist der Bürgerort ist auch der Geburtsort des Vater. Und ein ähnliches Modell liegt also hier vor, das heißt also jemand, der jetzt nicht Brite ist, hat natürlich in der Regel eine Domicil, nämlich einen Geburtsort des Vaters, der nicht in Großbritannien ist. Und für all diese Personen gilt, dass sie diesen Non-Dom Status nutzen können. Also mal ganz platt gesagt alle Ausländer übrigens auch Personen, die die britische Staatsbürgerschaft im Nachhinein erwerben. Allerdings niemand, der in Großbritannien geboren ist. Also als Beispiel: 2 meiner Kinder sind ja Großbritannien geboren. Obwohl die also einen deutschen Pass haben, könnten diese normalerweise den Non Domicile Status nutzen. Weil sie aber hier geboren sind, werden sie ihn nie nutzen können in Großbritannien. Das geht nicht.
00:03:47 - In welchen Ländern gibt es den Non Dom Status?
Daniel: Außer Großbritannien gibt es ja noch einige weitere Länder, in denen man auch den Non-Dom Status nutzen kann. Warum ist das überhaupt so? Und was haben eigentlich alle diese Länder gemeinsam?
Sebastian: Also es ist letztlich eine britische Erfindung. Und demnach findet man diesen Non-Dom Status auch in allen Ländern, die letztlich unter britischem Einfluss, unter britischer Herrschaft standen. Und da haben wir ja in Europa folgende: Irland, Malta und Zypern und demnach haben alle diese Länder auch einen sogenannten Non-Dom Status, der in allen Ländern leicht unterschiedlich geregelt ist, aber der im Grundsatz immer das Gleiche aussagt. Wer dort lebt, für den sind Auslandseinkünfte steuerfrei, oder anders gesagt, es müssen nur die Auslandseinkünfte in dem Wohnsitzland versteuert werden, die man dorthin entweder überweist oder dort aber verbraucht und daher auch eben der fachlich korrekte Begriff der sogenannten remittance Basis, das heißt also remittance ist ja die Ausschüttung, die Auszahlung. Das heißt, wenn eine Auszahlung erfolgt auf ein Konto am Wohnsitz Staat, in dem ich Non-Dom Steuerzahler bin, dann kommt es zu einer Remittance und auf diese Remittances muss ich dann in dem Land Steuern bezahlen. Wohlgemerkt trifft dies allerdings nur für Einkommen zu. Das heißt natürlich jetzt, wenn ich irgendwo ein Sparkonto habe, ganz platt gesagt n Sparkonto dann steuerfrei überweisen. Aber habe ich zum Beispiel Kapitalerträge, Dividenden oder sonstwas die ich steuerfreien Ausland empfangen habe, dann darf ich diese nicht in meinem Wohnsitzland überweisen. Beziehungsweise alles, was ich überweise, muss ich eben dann dort zu den ganz normalen Steuersätzen versteuern. Wenn ich mich selbst anhöre, klingt es abartig kompliziert.
Daniel: Also ich muss ehrlich sagen, beim Zuhören sind wir jetzt zu mindestens 10-20 Fragen aufgepoppt, also du hast es sehr gut erklärt, aber trotzdem, obwohl du das gut erklärt hast, komm natürlich eine Menge Fragen. Also ich fang mal mit einer Frage an.
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00:06:31 - Warum die Kontentrennung (accounts segregation) so wichtig ist
Daniel: Wir fangen mal mit einer Frage an. Also zum Beispiel du hast jetzt den speziellen Fall geschildert: Ich habe bevor ich also in ein Land ziehe, habe ich schon ein Sparkonto zum Beispiel. Was passiert denn, wenn ich auf diesem Sparkonto zum Beispiel jetzt Kapitalerträge habe? Das heißt ich habe, nehmen wir mal ein Beispiel, ich habe ein Konto mit 1000,00€ im Ausland, ein Sparkonto und jetzt bekomme ich da, hab ich da Kapital Erträge und jetzt überweise ich mir von diesem Konto 10000€. So was wird jetzt damit gemacht? Da könnte man theoretisch sagen 10000€, da sind ja theoretisch auch Kapital Erträge drin, also ist zum Teil Kapitalertrag, zum Teil wars vorher schon da. Wie wird denn sowas dann gehändelt? Muss ich zum Beispiel, wenn ich meinen Non-Dom Status beantragen muss ich mich dann nackig machen, also muss ich das sozusagen einmal alles ausfüllen und sagen was habe ich vorher, oder in dem Moment an Besitz gehabt, an Vermögen gehabt? Oder wie läuft das?
Sebastian: Ja, das ist eine sehr gute Frage. Also du hast völlig recht, die Situation die du jetzt beschrieben hast, die muss man auf jeden Fall vermeiden. Man muss also vor dem Umzug eine sogenannte Accounts segregation durchführen, also eine Kontentrennung. Man muss sich also vor dem Umzug überlegen, ok, ich habe hier Bestandsvermögen, also Vermögen, was bereits vor dem Umzug bestand und wir reden hier nur von Barvermögen ja, also ist das das trifft jetzt nicht zu auf Immobilien, die ich davor hatte oder auf Aktien die, die mir schon vorher gehören, sondern tatsächlich Barvermögen. Wenn ich von diesem Barvermögen mir in Zukunft dann Geld überweisen möchte in mein Wohnsitzland, dann muss ich akribisch darauf achten, dass auf dieses Konto keine weiteren Zuflüsse verbucht werden. Das heißt auf dieses Konto dürfen dann keine weiteren Kapitalerträge fließen, die müssen auf ein anderes Konto fließen. Das hat folgenden Grund, mal angenommen ich habe die von dir beschriebenen 100.000 auf dem Konto vor dem Umzug, das ist als sogenanntes Clean Kapitel. Dieses Geld kann ich jederzeit in mein Non-Dom Wohnsitzland überweisen und muss nicht befürchten, darauf Steuern zahlen zu müssen. Jetzt werden auf dieses Konto 10.000€ Kapitalerträge verbucht. Ich überweise mir jetzt im gleichen Jahr von diesem Konto 12000,00€ nach England, wo ich lebe. Dann könnte ja der gesunde Menschenverstand sagen, naja vor dem Umzug lagen auf diesem Konto 100.000, ich überweise mir 12000 also kommen diese 12000 ja von meinem Bestandsvermögen mit 200.000 also werden die von dort überwiesen. Das sehen die Steuerbehörden in diesen Staaten leider anders. Die sagen, die Definition ist, dass Einkünfte immer zuerst überwiesen werden. Das heißt, wenn ich mir also vom besagten Konto wo jetzt 110000 drauf sind, hunderttausend Platten um 10000 Kapitalerträge, 12000 überweise. Dann sagt die britische oder maltesische Steuerbehörde, gut du hast jetzt 10000 von Kapitalerträgen überwiesen. Die musst du ganz regulär in Großbritannien oder wo du halt lebst versteuern und die 2000 kommen dann von Bestandsvermögen, die sind dann natürlich nicht mehr zu versteuern.
00:09:55 - Kann ich mir Geld leihen, um eine Besteuerung zu vermeiden?
Daniel: Ok, jetzt versucht man ja immer schlauer zu sein als vielleicht die Finanzbehörde und sagte jetzt ok, wie ist es denn, wenn ich mir Geld leihe? Also ich hab da jetzt inzwischen 110000, also hunderttausend war Bestandsvermögen, Zehntausend Kapitalerträge. Und kann ich mir Geld leihen, zum Beispiel borgen, was ich vor habe wieder zurückzubezahlen?
Sebastian: Absolut, man kann sich selbstverständlich Geld leihen, wobei natürlich hier die sagen wir mal die Steuerbehörden relativ empfindlich mittlerweile reagieren. Also es war bis vor einigen Jahren zum Beispiel möglich zu sagen, dass man sich von einer nicht britischen Bank zum Beispiel eine Hypothek besorgt hat und für diese Hypothek eine Anzahlung machen konnte mit seinem ausländischen Einkünften und das ist mittlerweile zum Beispiel nicht mehr möglich. Also es ist natürlich möglich, du kannst dir von irgendjemandem, du kannst dir auch von einem Briten Geld leihen also ein Darlehen sind ja keine Einkünfte. Wenn du allerdings dazu übergehst, zum Beispiel der Person zunächst dann von deinem Auslandseinkünften irgendwas zu geben als Sicherheit oder als Anzahlung oder ich meine, du könntest ja sagen du hast jetzt einen reichen Onkel in Deutschland und du sagst jetzt, du kannst mal folgendes machen, ich schieb dir mal eben hier 100.000 Auslandseinkünfte rüber, kannst du mir die mal weiterleiten und wir deklarieren die dann hier als Darlehen. Also sowas ist alles nicht möglich. Es ist auch zum Beispiel nicht möglich zu sagen jetzt, ich hab das Auslandskonto, eine Kreditkarte und verwende die, das ist genauso wenig möglich.
Daniel: Beziehungsweise möglich ist es ja, es würde ja theoretisch nur zu einer Besteuerung führen.
Sebastian: Was ich meine mit möglich, es ist nicht möglich dies steuerschonend im Rahmen des Non-Dom Status zu machen. Selbstverständlich ist es technisch möglich und man kann dann einfach, schlicht und ergreifend, wie gesagt, man kann alles hier natürlich ausschütten, man kann alles hier verwenden, es hat halt immer dann steuerliche Konsequenzen. Das heißt, er muss dann in der Steuererklärung eben erklären, ich habe hier von meinem Auslandseinkommen soundsoviel ausgeschüttet, rebitet ja und da muss ich ganz normal Steuern darauf zahlen, also selbstverständlich kann man das machen, aber steuerschonend ist es eben nicht möglich.
00:12:10 - Wie kann ich als Unternehmer vom Non Dom Status profitieren?
Daniel: Das Grundprinzip also, dass alle Auslandseinkünfte dann steuerfrei sind, wenn sie nicht in das Wohnsitzland ausgeschüttet oder dort verbraucht werden, ist in allen Non-Dom Staaten gleich. Dennoch gibt es kleine, feine Unterschiede zwischen den Ländern, auf welche wir dann gleich noch eingehen. Zuerst wollen wir aber nochmal durch ein Beispiel das Prinzip genauer veranschaulichen. Kannst du uns vielleicht mal ein konkretes Beispiel nennen für einen Unternehmer? Ich bin jetzt ein Unternehmer und ich suche jetzt ne Möglichkeit von dem Non-Dom Status zu profitieren. Was sind die konkreten Schritte und wie ist die Herangehensweise und wie profitiere ich dann konkret von diesem Non-Dom Status, den ich dann erhalte?
Sebastian: Ja, das können wir gerne machen. Also folgendes, grundsätzlich als Unternehmer ist es natürlich mal wichtig zu verstehen, dass letztlich das Unternehmen sich in einem anderen Land befinden muss als der Wohnsitz Staat. Denn wir reden ja die ganze Zeit von ausländischen Einkünften. Wenn ich also in Großbritannien lebe und eine britische Limited betreibe und da ein Unternehmen führe, dann habe ich ja inländische Einkünfte, denn das Unternehmen ist in Großbritannien, Ich bin in Großbritannien, also das sind inländische Einkünfte. Das wird mir also überhaupt nichts bringen. Was ich also brauche, ist die Kombination zwischen Wohnsitz Staat und Unternehmen in 2 verschiedenen Ländern. Also klassisches Beispiel: Wir haben das ja auch bei uns schön beschrieben. Man lebt in London und hat in Malta eine Gesellschaft. Ja, also ich lebe in London, wir müssen jetzt gleich mal auf Brexit, dann natürlich auch eingehen, denn es ist ja nicht mehr so einfach nach Großbritannien zu ziehen. Aber um es zu vereinfachen, ich lebe in London, habe eine Gesellschaft in Malta. Diese Gesellschaft in Malta bezahlt bekanntlicherweise 5% Körperschaftsteuer effektiv und der Rest dieses Gewinnes, diese 95000€, die dann übrig bleiben, die erhalte ich dann komplett steuerfrei, das heißt, ich zahle insgesamt also auf einen Gewinn von 100.000, 5% Körperschaftsteuer in Malta, weder bezahle ich Kapitalertragsteuer, noch zahle ich Einkommensteuer. Ich muss dieses Einkommen nicht mal in Großbritannien auf der Steuererklärung melden, ich bekomme 95000€ ausbezahlt auf mein nicht-britisches Konto, kann ein Konto sein, in der Schweiz und Österreich, in Deutschland oder sonst irgendwo anders, darf einfach nicht Großbritannien sein und kann dann mit diesem Geld machen, was ich will, wenn ich es nach Großbritannien ausschütte, um meine Lebenshaltungskosten zu bezahlen oder ein Haus zu kaufen oder hier mit dem Porsche herum zu fahren, dann muss ich natürlich diese Einkünfte in Großbritannien versteuern. Anderenfalls sind sie komplett steuerfrei.
Daniel: Also hätte zum Beispiel für mich als Unternehmer dann ein Vorteil, wenn ich soviel wie möglich Geld oder meines Gewinns wieder reinvestieren will um mein Business voranzutreiben. Steht mir also in dem Sinn, dann bei dieser Konstellation mein gesamter Gewinn, meine gesamten Einnahmen zur Verfügung um weiter zu investieren oder zum Ausgeben muss ich nach Malta fahren und kannst dort sozusagen verkloppen und verbrauch mein Geld, auch das wäre eine Möglichkeit. Aber das haben wir verstanden, wenn mein Wohnsitz in Großbritannien wäre, kann ich es dort nur dann ausgeben, wenn ich es auch versteuere.
Sebastian: Moment also, ich meine Malta gibt es ja nicht viel zum ausgeben, also man muss sich natürlich fragen, für wen eignet sich dieser Status? Ob es sich jetzt für Personen eignet, die jetzt hier 365 Tage am gleichen Fleck kleben und keinerlei wirtschaftlich oder anderweitige Interesse im Ausland haben, das wage ich zu bezweifeln. Ja, also das ist für Personen gedacht, die international aufgestellt sind, die viel reisen, ein Ferienhaus in Spanien haben, Ferienhaus in Frankreich haben, sich dort viel aufhalten, auch dann dort konsumieren, die also sagen können in dem Land, wo ich wohne, in Großbritannien sei es zum Beispiel jetzt unserem Beispiel, gebe ich mich relativ wenig Geld aus, oder aber ich gebe Geld aus hier zum Beispiel aus meinem Bestandsvermögen, was schon vor dem Umzug bestand oder aber ich hab halt hier eine Limited, bei der ich angestellt bin, so eine Service Limited, wo ich der einzige Angestellte bin, die stellt dann meiner Firma in Malta jeden Monat Rechnungen von 5000 Pfund und davon lebe ich dann in England. Das versteuere ich dann ganz normal, da sind alle glücklich Steuerbehörden und und so weiter und das wars. Das was im Ausland läuft, muss ich hier nicht angeben. Also das ist der Personenkreis, an den sich das im Grunde richtet. Wenn jetzt jemand hier nie im Ausland ist, sozusagen in seinem Konsum auf seinen Wohnsitz Staat beschränkt ist, oder was auch immer, man kann ja auch sagen zum Beispiel ok, ich bin nicht interessiert am konsumieren, aber ich kauf halt mit dem Geld jetzt zum Beispiel Immobilien in Deutschland, könnte ich ja machen. Aber wer jetzt kein Interesse hat oder keine Möglichkeiten hat, die Mittel im Ausland dann auszugeben, für den ist dieser Status wahrscheinlich nicht das richtige. Und wir hatten solche Mandanten, also wir hatten Mandaten, die haben gesagt, naja ok, also ich weiß nicht was ich mit meinem Geld im Ausland machen soll. Das bringt mir ja nichts, wenn ich es nicht an meinem Wohnsitz Staat ausgeben kann, was soll ich denn mit dem ganzen Geld machen? Und es bringt mir nichts jetzt hier im Ausland mit Immobilien in ausländische Assats oder sonstwas zu investieren. Ich will das bei mir hier ausgeben und ich brauche das Geld zum Leben. Und dann bringt das ja alles nichts und so ist es dann auch. Ich mag mich erinnern, an einen Fall, an einen Mandanten, der hatte sein Unternehmen verkauft, der hatte auch einen ordentlichen Erlös erzielt. Aber jetzt dann nicht so so viel, dass jetzt die Kapitalerträge dort wirklich sagen wir mal im Überfluss gesprudelt hätten, also er war in der Lage, wenn er das Geld aus dem Verkauf angelegt hat, im Jahr 50000€ oder so zu generieren an Kapitalerträgen und dieses Geld hat er natürlich zum Leben gebraucht als Privatier. Und da habe ich dann natürlich ein Problem ja, denn wenn ich die gesamten Erträge, die ich erwirtschafte, zum Leben brauche und daher zum Beispiel an den Wohnsitzstaat Malta, Irland, Großbritannien ausschütten muss, dann bringt mir das Ganze natürlich nichts.
00:18:42 - Gibt es einen Mindestaufenthalt beim Non Dom Status?
Daniel: Jetzt sind wir beim Zuhören schon wieder neue Fragen gekommen, also du hast vorhin erwähnt jemand, der an seinem Wohnsitzstaat klebt und nicht so viel durch die Gegend reist sozusagen und hier ein Ferienhaus hat und dort, was weiß ich dann sein Business macht weltweit ist denn der Non Dom Status an eine Mindestaufenthaltsdauer in dem jeweiligen Land geknüpft?
Sebastian: Also grundsätzlich ist es natürlich so, die meisten Länder außerhalb von Deutschland und das sind insbesondere die Angelsächsisch geprägten Länder haben eine relativ einfache Methode die Tax residents, also die Ansässigkeit im steuerlichen Sinne zu definieren und meistens wird es über einen einfachen Präsenz-Test gemacht. Also wie viele Tage war ich in dem Land, wenn ich jetzt zum Beispiel in Irland im Haus habe und dann in Irland eine Steuererklärung einreichen, dann wird gefragt, wie viele Tage ich dort in dem Land, in Irland mich in dem entsprechenden Steuerjahr aufgehalten habe. Wenn ich dort angebe, dass sich dort weniger als 183 Tage war, dann ist es in Irland eigentlich egal, das hat dort keinerlei negative Konsequenzen. Das heißt dann einfach ok, du bist hier kein Tax resident und unter normalen Umständen, außer natürlich die die Abwesenheit war jetzt bedingt durch Geschäftsreisen, also ein Fernfahrer, zum Beispiel aus Irland, der jetzt 200 Tage oder 300 Tage im Jahr außerhalb von Irland sich aufhält, weil er Fernfahrer ist, ist er natürlich trotzdem dort Tax Resident, weil dort sein Haus sich befindet, sich seine Familie befindet und so weiter und sofort, ganz klar. Aber anderenfalls würde man sagen, na ja also man ist halt dort nicht Tax Resident dann. Aber den Iren wäre das im Grunde egal, die wollen halt im Grunde dann keine Steuern haben. Was ich damit sagen will, den einzelnen Ländern und den Non-Dom Staaten ist es eigentlich völlig egal, wie lange man sich dort aufhält oder nicht ja, das kratzt die relativ wenig. Die Frage ist halt einfach, wenn ich mich dort nicht aufhalten, wo halte ich mich dann auf? Also mal angenommen, ich möchte jetzt in Großbritannien London sein, halte mich da eigentlich nicht wirklich auf ok. Dann kann es sein, ich bin auf Reisen. Wie gesagt Reisen haben wir eben schon gesagt, da ist das Geschäft privater Natur, sind im Grunde letztlich egal. In Großbritannien ist dann meine einzige Wohnung, selbst wenn ich auf Reisen bin, bin ich dann dort resident. Aber wenn ich jetzt, wenn ich mich jetzt anderweitig irgendwo aufhalte, kann es dann sein, dass ich möglicherweise dort eine Steuerpflicht auslöse. Das heißt also, mal angenommen, ich ziehe aus Deutschland weg nach Großbritannien und halte mich in Großbritannien auf, heißt dies im Umkehrschluss die sich tatsächlich mich laufend dann in Deutschland aufhalte und dann wäre die Sache natürlich relativ witzlos, dann dann bin ich ja weiter in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig. Also was ich sagen will, ist, den Ländern, wo man Non-Dom ist, ist es relativ egal, wieviel Zeit man dort verbringt oder nicht aber es ist halt eine Frage, wo man sich sonst noch auffällt. Und man muss sehr vorsichtig sein, dass man eben nicht dort einen Lebensmittelpunkt oder eine unbeschränkte Steuerpflicht anderweitig auslöst, durch die man dort steuerpflichtig werden würde. Bekanntes Beispiel Boris Becker, der hat gesagt er wohnt in Monaco. In Wirklichkeit war er die ganze Zeit in München. Ja, also wie gesagt den Monegassen ist es völlig egal, wie lange er sich dort aufhält wirklich. Aber denen in München ist nicht egal, oder in Deutschland ist es wichtiger. Das ist eigentlich die Sache, auf die man achten muss und vor allen Dingen, was man halt jetzt nicht machen könnte ist ist zu sagen, jetzt interessiert sich das deutsche Finanzamt für mich und fragt mich, wo ich jetzt steueransässig bin, in einem bestimmten Jahr, wo ich angeblich in Großbritannien gewohnt habe, dann kann ich nicht davon ausgehen, dass mir die britische Steuerbehörde eine Ansässigkeitsbescheinigung ausstellt, außer ich kann zeigen, dass ich dort wirklich ansässig war. Das heißt also, man wird in den Ländern, um die es geht, nie ein Problem haben, aber möglicherweise in anderen Ländern, wo ich mich stattdessen aufgehalten habe.
00:22:46 - Wie lange ist der Non Dom Status gültig?
Daniel: Ist verständlich, nachvollziehbar, aber jetzt ergibt sich automatisch noch eine zweite Frage. Jetzt haben wir also gesagt ok, also eine Frist oder ne Mindestaufenthaltsdauer in dem Land, in dem ich den Status habe, ist jetzt weniger der kritische Punkt. Jetzt aber die zweite Frage für wie lange, also ist die zeitliche Begrenzung des Status selber gegeben? Das heißt, wenn ich den jetzt beantragen und bekomme, habe ich den auf Lebenszeit oder ist der begrenzt?
Sebastian: Hier sind wir tatsächlich wieder in den Bereich, wie die verschiedenen Länder diesen Status auslegen und verwalten? Also man muss sagen, dass in Großbritannien der Non-Dom Status natürlich kontrovers immer wieder diskutiert wird. Großbritannien ist ein großes Land, ist eine große Volkswirtschaft, und das ist jetzt kein Land, anders wie Irland oder Malta oder Zypern, die eben stark auf Steuer Optimierung auch angewiesen sind, damit überhaupt jemand hin zieht ja, sondern ist natürlich ein großes Land auch mit den üblichen politischen Parteien und üblichen politischen Querelen. Und der Non-Dom Status ist natürlich dort seit vielen Jahren in der Kritik, sollte schon mehrfach abgeschafft werden, wurde auf jeden Fall in den in den letzten Jahren und Jahrzehnten mehrfach eingeschränkt und daher muss man sagen, dass in Großbritannien die Regelung eigentlich am Striktesten ist. Dort ist der Non-Dom Status für maximal 17 Jahre zu verwenden. Danach ist man automatisch deemed domiciled, also dann hat man automatisch seinen domicile in Großbritannien. Nach 7 Jahren wird dann in Großbritannien auch schon eine Pauschalsteuer fällig. Die ist zunächst 30000 Pfund im Jahr und geht dann hoch auf 60000. Das heißt, wenn ich den Status dann weiter verwenden möchte, muss ich dann diese Pauschalsteuer bezahlen, damit ich dies weiter tun kann. So jetzt kann ich natürlich sagen ok wenn ich 1000000 verdiene an ausländischen Kapitalerträge sind 30000 auf 60000 auch nicht. Verdiene ich aber nur 200000, dann sieht es halt schon anders aus. In Malta und Irland gibt es keinerlei Beschränkungen, was die Dauer anbelangt. In Zypern ist der Non-Dom Status ebenfalls auf 17 Jahre beschränkt.
00:24:57 - Wird es den Non Dom Status in Zukunft noch geben?
Daniel: Jetzt ist es für uns noch interessant zu erfahren, wie Sebastian mit dem Hintergrund seiner Expertise die Zukunft des Non-Dom Status einschätzt. In der Europäischen Union ist dieses Prinzip ja nicht sehr beliebt. Wird es in Zukunft noch den Non-Dom Status geben?
Sebastian: Der Non-Dom Status ist jetzt natürlich ein Status, ein sogenannter exempt Status. Ja, das heißt, wenn wir uns Malta zum Beispiel anschauen, die niedrige Körperschaftsteuer. Nicht den Non-Dom Status, sondern die Körperschaftsteuern, dann sind ja hier in Malta die Einkommen eines Unternehmens nicht steuerfrei, sondern mit einer sehr niedrigen Steuer besteuert, aber sie werden besteuert. Damit bin ich also EU-rechtlich immer fein raus, denn möglicherweise kann dann kein anderes Land diese Einkünfte nochmal besteuern, weil sie eben schon in Europa besteuert sind. So das bezieht sich jetzt wohlgemerkt auf die Einkünfte einer Körperschaft. Ähnlich ist es natürlich auch bei natürlichen Personen ja, das heißt grundsätzlich Einkünfte zu haben, die nirgendwo besteuert werden, ist möglicherweise im Kontext der internationalen Steuer-Gesetzgebung nicht nur innerhalb der EU, sondern auch OECD, würde ich sagen, immer mehr verpönt. Es geht also eher dahin, dass man sagt, wenn überhaupt, werden Einkünfte mit einem geringen Steuersatz versteuert. Aber dann kann ich eben immer hochhalten, Ich habe diese Einkünfte versteuert, die sind nicht steuerfrei. Da kann dann auch kein anderer Staat, möglicherweise Besteuerungsrecht erheben. Wir haben das jetzt ja gesehen bei Portugal beim NHR Status, wohlgemerkt das ist kein Non-Dom Status, denn Portugal ist kein Non-Dom Land, aber die haben eine ähnlichen exampt Status. Früher waren diese Einkünfte steuerfrei, mittlerweile wird in Portugal auch eine Steuer erhoben von 10% auf die Einkünfte. Das klingt zwar zunächst mal negativ, aber auf der anderen Seite kann ich dann immer sagen, dieses Einkommen ist versteuert und mit einer vorteilhaften niedrigen Steuer. Aber ich kann dann gegenüber allen EU Behörden, genüber Deutschland sagen, hier meine Rente zum Beispiel aus Deutschland habe ich versteuert mit 10%, dann darf Deutschland diese Rente nicht mehr versteuern. Und das ist ein bisschen das Problem beim Non-Dom Status und wir haben deswegen auch gerade, was Deutschland anbelangt im Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland-Großbritannien, Deutschland-Zypern, Deutschland-Malta und Deutschland-Irland immer große Einschränkungen was den Non Dom Status anbelangt. Ja, also grundsätzlich bei deutschen Einkünften bringt mir der Non-Dom Status überhaupt nichts, denn ich muss dann, wenn diese Einkünfte nicht in meinem Wohnsitzland besteuert kann diese komplett und vollständig in Deutschland versteuern. Dieses Recht hat sich Deutschland im DBA zugesichert. Aber nicht nur Deutschland ist hier zu erwähnen, auch zum Beispiel die Schweiz. Ja, also wenn ich Gewinne aus einer Schweizer Gesellschaft bekomme, dann muss ich eine horrende Quellensteuer in der Schweiz bezahlen in Höhe von 35%. Wenn ich in London bin, bekomme ich diese nicht zurück. Das heißt auch bei Schweizer Gesellschaften, also wenn ich jetzt Kapitalträger aus der Schweiz bekomme in Form von Dividenden ist der Non-Dom Status komplett ungeeignet und sogar negativ. Also das sind so die Punkte. Also zum Beispiel, lebe ich jetzt in Portugal und habe einen exempt Status, dann zahl ich 10% Steuern in Portugal da drauf, muss aber die 35% in der Schweiz nicht bezahlen. Also sieht zunächst mal durch die 10% wie was schlechtes aus oder wenn ich in Portugal lebe und ich zahle 10% Steuern auf Dividenden einer deutschen AG, dann kann Deutschland die 25% Kapitalertragsteuer nicht einbehalten, weil ich schon 10% bezahlt habe, also insgesamt sehen die 10% im ersten Schritt negativ aus, aber wenn man sich genau anschaut, ist bei manchen Sachverhalten die 10%, die Portugal erhebt, dem Non-Dom Status überlegen. Jetzt was Deutschland anbelangt, gerade wenn ich jetzt als Einzelunternehmer hier eine GmbH besitze, dann kann ich natürlich sagen ok, ich gründe jetzt ne Holding in Malta oder Luxemburg, packe dort meine GmbH rein und kann dannn möglicherweise die Gewinnausschüttung da auch steuerfrei vereinnahmen. Es gibt ja klar es gibt ja schon Lösungen, aber ist natürlich kompliziert, ja, ist ganz klar.
00:29:20 - Gibt es einen Informationsaustausch in Bezug auf OECD?
Daniel: Also gut, dass du diese verschiedenen Länder grad erwähnt hast. Das ist vielleicht auch ein guter Punkt, um unsere Zuhörer und Zuschauer darauf hinzuweisen, dass in den einen einigen der nächsten folgen wir ganz konkret, ja über Malta auch über Portugal sprechen werden und dort halt dann auch nochmal konkret solche Informationen nachzuhören oder nachzusehen sind. Jetzt gibt es vielleicht noch was Spezielles zu beachten. Wenn ich jetzt London bin in Bezug auf OECD also der Informationsaustausch, gibt es da irgendwelche Dinge, die ich wissen muss, die wichtig sind zu beachten?
Sebastian: Ja, also im Hinblick auf den internationalen Informationsaustausch ist natürlich der Non-Dom Status ideal. Denn mal angenommen, wenn ich jetzt ein Konto eröffne für eine Offshore Gesellschaft oder ein Konto eröffne oder Depot eröffne im Ausland, wo es ja mittlerweile überall Informationsaustausch gibt und ich gebe dort meine britische oder irische oder maltesische Steuernummer an und meine Adresse, wo ich wohne, dann kann mir ja der Informationsaustausch komplett egal sein. Denn es ist ja in diesen Ländern legal, solche Konten zu führen und solche Einkünfte steuerfrei zu vereinnahmen. Ja, das heißt selbst wenn es da zum Informationsaustausch kommt, ich bin ja weder verpflichtet, meine Auslands Einkünfte der Regierung zu melden oder in der Steuererklärung aufzuführen. Ja, also, ich muss ja nur die melden, die ich mir in meinem Wohnsitzland ausschütte oder remitte. Alles was ich sonst noch im Ausland hab, muss ich ja dort nicht angeben. Also deswegen für solche, im Kontext des Informationsaustausches, ist der Non Dom Status ideal, weil ich hab da komplett nichts zu befürchten und muss da komplett auch überhaupt nichts beachten. Eine Sache möchte ich nochmal sagen, also ich hatte eben gerade eben schon gesagt die Auslandseinkünfte muss man nirgendwo erklären. Das heißt, wenn ich in Großbritannien lebe zum Beispiel, einen Non-Dom Status habe und dann Auslandseinkünfte habe und dort was weiß ich wie viel verdiene, die aber jetzt nicht überweise nach Großbritannien. Ich muss davon nichts in der Steuererklärung erwähnen. Ich muss in der Steuererklärung nur erwähnen, was ich nach Großbritannien überwiesen habe, nicht aber, was sonst noch im Ausland ist alles. So jetzt muss man aber natürlich wissen ist ja ganz klar, wenn ich jetzt dort, sagen wir mal, in einer wunderbaren Wohnung in Chelsea oder Maifair lebe, habe vielleicht 10000 von Mietkosten im Monat und ich reiche jährlich meine Steuererklärung als Non-Dom ein und geben dort an, dass ich weder Geld nach Großbritannien überwiesen habe, noch habe ich eine Beschäftigung in Großbritannien, die irgendwie nur annähernd zu viel bezahlt, dass ich mir diese Wohnung leisten könnte, dass dann diese ganze Sache relativ verdächtig aussieht. Und dann muss ich davon ausgehen, dass sich die britische oder irische oder maltesische Steuerbehörde an an mich wendet und dann wissen will und prüfen will anhand meiner konkreten Kontoauszüge und ähnlichen Unterlagen, wie sich das dann alles genau verhält, wie ich mir das leisten kann, was ich so an Ausgaben verhalten habe und so weiter und sofort. Das heißt also, man muss immer davon ausgehen, dass man geprüft wird. Muss deshalb akribisch genau Unterlagen einbehalten, Kontoauszüge führen, diese Kontentrennung betreiben, wie wir sie besprochen. Auch wenn ich meine, dass es nie jemand anschaut. Das kann also relativ schnell passieren, dass jemand kommt und sich dafür interessiert.
00:32:48 - Wie bekommt man den Non Dom Status und ist es kompliziert diesen zu beantragen?
Daniel: Grundsätzlich ist es interessant zu wissen, wie man überhaupt den Non-Dom Status bekommt. Ist es kompliziert, diesen zu beantragen und braucht man in diesem Prozess professionelle Hilfe?
Sebastian: Also wir helfen Mandanten natürlich in den verschiedenen Ländern, sich hier entsprechend bei den Steuerbehörden zu registrieren. Wie gesagt man muss in den einzelnen Steuererklärungen dann angeben hinterher, dass man Non-Dom ist. Man muss auch angeben, wieviel man dann in das Land übertragen hat. In manchen Ländern oder bzw. in Großbritannien gibt es eben eine maximal Zeit, in dem man den Status nutzen kann. Wir helfen natürlich Mandanten dabei, wir helfen mit, die Steuererklärung auszufüllen. Wir helfen bei der Registrierungen, um diesen Status dann nutzen zu können. Das sind alles Dinge, die wir übernehmen. Man kann das natürlich, man kann immer alles selbst machen ja, ist ja ganz klar, aber es ist gerade bei diesen Themen eben wichtig, gerade wenn es um hohe Beträge geht, dass man die fachmännisch dann korrekt ausarbeitet.
Daniel: Und ist es aber in der Tat so, also ich muss diesen Non-Dom Status nicht beantragen, wenn ich meinen Wohnsitz nehme, in dem Land oder wie ich es grad vielleicht so rausgehört habe, wenn ich meine erste Steuererklärung dann einreiche?
Sebastian: Also nicht nur, wenn man die erste Steuererklärung einreicht, es gibt gewisse Fristen, indem dann diese steuerliche Registrierung gemacht werden muss. Also in der Regel darf man damit nicht länger als 3 Monate nach Ende eines Steuerjahres warten. Das heißt also, man macht die Registrierung nicht, also muss sie nicht unbedingt machen, wenn man dorthin zieht ja das heißt, wenn jetzt jemand dorthin zieht, zum Beispiel nach Großbritannien, ist es nicht wichtig, dass sich dort sofort hier steuerlich entsprechend mit dem richtigen Status erfassen lässt. Ja, das kann er auch erst nach Ablauf des ersten Steuerjahres machen. Aber dann muss er das machen. Er hat dann also, Steuern in Großbritannien endet am 5. April. Er hat bis zum 5. September Zeit, sich entsprechend steuerlich zu registrieren. Und wie gesagt, wir machen das und helfen natürlich auch dann bei der Steuererklärung, wobei man nochmal, man muss sagen, es ist also ganz wichtig zu verstehen, alles, was im Ausland passiert, wird nicht in der Steuererklärung erfasst. Ja, also man muss nicht davon ausgehen, dass man jetzt hier komplett kompliziert wie zum Beispiel in den USA die Jahresabschlüsse aller Firmen mit beilegen muss, an denen man beteiligt ist, die Kontoauszüge und sagen muss das gehört jetzt mir. Also man sagt zur Auslandssituation überhaupt nichts. Man macht in der Steuererklärung 2 Angaben, wenn man da ist. Erstens wieviel Bestandsvermögen habe ich übertragen, was ja steuerfrei ist, wenn die richtigen Vorkehrungen getroffen wurden und zweitens welche Einkünfte habe ich in mein Wohnsitzland übertragen, die dann steuerpflichtig werden. Ja, das sind die einzigen beiden Angaben, die man letztlich als Non-Dom machen muss in der Steuererklärung, alles andere interessiert den Staat nicht. Wenn meine Erklärungen dann scheinbar nicht kohärent ist und keinen Sinn macht, dann wird es möglicherweise zu einer Prüfung kommen ja, aber ansonsten nicht.
00:35:57 - Kann ich als Non Dom Immobilien erwerben?
Daniel: Aber kann ich denn als Non-Dom im Land zum Beispiel selber Immobilien erwerben? Kann ich jetzt zum Beispiel mir einfach ein paar hunderttausend überweisen und davon Immobilie kaufen, dann hab ich ja keine Miete zu bezahlen zum Beispiel?
Sebastian: Absolut, kann man auch machen.
Daniel: Und da gibt es also keine Einschränkung und hat das irgendwelche steuerlichen Auswirkungen? Also ich stelle mir jetzt zum Beispiel vor, nehmen wir mal an, ich kaufe eine Immobilie für 1.000.000 und die ist jetzt nach 2 Jahren plötzlich 1 Komma, keine Ahnung 1,5 Millionen wert, weil die Immobilienpreise gestiegen sind, bezahle ich dafür Steuern?
Sebastian: Nein, ich bezahle keine Steuern. Also wie gesagt, ich kann natürlich Auslandseinkommen jederzeit überweisen und dann darauf dann Steuern bezahlen um die Immobilie zu erwerben, will ich die Immobilie natürlich von steuerfreien Geld überweisen, dann muss es sich dabei um Bestandsvermögen handeln, was bereits vor meinem Umzug bestanden hat. Früher hatte man gesagt, gerade was Großbritannien anbelangt, dass man im Grunde die Immobilie kaufen soll, bevor man umzieht. Da muss man mittlerweile sagen, es ist vielleicht nicht mehr der beste Rat, den mittlerweile ist die Grunderwerbsteuer für Ausländer in Großbritannien erhöht worden. Ja, das heißt, ich zahle jetzt als Ausländer einige Prozentpunkte mehr an Grunderwerbsteuer, wenn ich dort ein Haus kaufe. Damit ist es möglicherweise besser, das Haus erst zu kaufen, wenn ich dort wohne oder aber ich sag mal halt ok gut, ich meine die paar Prozent Grunderwerbsteuer ist eben auch egal ok. Ist auch klar.
00:37:19 - Non Dom Status in Großbritannien
Daniel: Gut, jetzt haben wir eine ganze Menge schon von dir gehört, Sebastian generell zum Non Dom Status, aber jetzt würde ich gerne nochmal dich ganz konkret zu den einzelnen Ländern fragen, weil wir hatten ja schon gesehen, es gibt so den einen oder anderen Unterschied zwischen den Ländern und mitunter kommt es ja genau auf die Feinheiten an, wenn sich jetzt jemand entscheiden möchte, vielleicht was ist für mich das passende Wohnsitzland. Vielleicht beginnen wir nochmal mit Großbritannien. Gibt es jetzt noch irgendwelche Unterschiede, Feinheiten, die man kennen muss, was den Non-Dom Status in Großbritannien betrifft?
Sebastian: Ja, also grundsätzlich muss man natürlich wissen, dass der Umzug nach Großbritannien seit Brexit extrem kompliziert geworden ist, ja, also, es ist leichter, nach in die USA, nach Kanada oder nach Australien umzuziehen, als nach Großbritannien aufgrund der Visa Vorschriften, die es gibt. Es gibt praktisch für Großbritannien nur sehr beschränkte Visa Optionen. Also für Unternehmer, die nach Großbritannien ziehen wollen, die müssen mindestens 2 Millionen hier investieren. Ok, wenn das mal vergleicht mit den USA, Investoren-Visum wird schon 30000 ausreichen, dann ist es natürlich hanebüchend. Wenn man jetzt hier einen Arbeitgeber hat, der einen sponsert oder so und dann entsprechend hier mit dem Home Office letztlich die Home Office, also das Innenministerium, eigentlich jetzt hier entsprechend als Sponsor registriert ist, dann sieht es natürlich anders aus. Ja, was die großen Arbeitgeber natürlich sind, aber grundsätzlich jetzt für den Unternehmer für den Freiberufler es ist extrem schwierig geworden nach Großbritannien umziehen. Daher würde ich fast sagen, dass für die meisten diese Sache unerschwinglich ist. Allerdings gibt es natürlich immer relativ viele Mandanten, die haben aus irgendwelchen Gründen, sich noch das Bleiberecht in Großbritannien besorgt oder die sind verheiratet mit einem Britten oder sonst irgendwas. Die können das nach wie vor relativ einfach machen mit dem Umzug und könnte dann auch den Status in Anspruch nehmen. Also hierzu möchte ich zunächst einmal wiederholen, der Non-Dom Status ist unbeschränkt 7 Jahre lang nutzbar, danach muss ich dann pauschal Steuer bezahlen von 30000 Pfund, die geht dann nach 12 Jahren auf 60000 Pfund hoch und nach 17 Jahren kann ich den Status nicht mehr verwenden, das ist letztlich die wichtigste Beschränkung in Großbritannien, die man zu beachten hat. Es gibt in Großbritannien auf der anderen Seite eine Reihe von interessanten Steuersparmodellen, also in der letzten Finanzkrise in der letzten Rezession hat die Regierung hier ein Steuersparmodell für Non-Dom Steuerzahler eingeführt, die ja normalerweise ihre Mittel nicht nach Großbritannien überweisen dürfen. Das also diese Non-Dom Steuerzahler hier in britische Unternehmen investieren dürfen, auch mit ihrem ausländischen Geld, ohne dass das steuerliche Konsequenzen hat und müssen dann die Erträge auch hier nicht versteuern, so lange diese Erträge dann wieder zurück ins Ausland fließen oder in ein Unternehmen sage ich mal der gleichen Gattung wieder reinvestiert werden. Das heißt also, das kann interessant sein für Non-Dom Steuerzahler. Ansonsten muss man sagen, wie gesagt die Einschränkung hier mit den 7 Jahren, die ist natürlich relativ groß. Man muss auch wissen, wenn man hier lebt, das dass Einkünfte aus Irland nicht vom Non-Dom Status her abgedeckt sind. Das heißt, wenn ich eine irische Limited habe, gelten diese als inländische Einkünfte in dem Zusammenhang und nicht als ausländische Einkünfte und sind damit nie steuerfrei. Also man kann nicht eine Limited in Irland gründen und dann dies machen. Drittens und letztens wollte ich anbringen, dass Großbritannien es sehr genau nimmt, wo potenzielle Auslands Gesellschaften geleitet werden. Wenn ich also diese besagte Malta Gesellschaft aus unserem Beispiel vorhin habe, dann muss ich hundertprozentig darauf achten, dass die Geschäftsführung nicht von Großbritannien ausgeübt wird, wenn ich dort lebe. Ich brauche einen Geschäftsführer, und das darf kein Erfüllungsgehilfe sein, kein Treuhänder kein Nomine, kein Steuerberater. Ich muss mir einen festangestellten Geschäftsführer suchen, der ein normales Gehalt bekommt, der auf das Konto der Gesellschaft zeichnungsberechtigt ist, ansonsten wird dieses Einkommen als britisches Einkommen gewertet. Ganz wichtiger Punkt.
Daniel: Ok gut und ein anderer Punkt, der vielleicht für mich auch noch interessant wäre, wenn man sich für ein Land in interessiert und ich denke da hat Großbritannien vielleicht auch ein paar Pluspunkte ist natürlich auch die Lebenskultur selbst ne Lifestyle also ich denke, das spricht zum Beispiel schon wieder dann für die Insel, oder?
Sebastian: Ja, also gut genau. Also natürlich im Vergleich zu den anderen Inseln ist Großbritannien natürlich sehr weltläufig. Es gibt hervorragende Schulen, es gibt ein ausgezeichnetes Kulturangebot. Es ist ein relativ großes Land, natürlich im Vergleiche zu Malta und Zypern und so. Also jeder kann sich vorstellen, irgendwie in London zu leben, es ist ne riesen Stadt, größte Stadt Europas, das sind die Vorteile von Großbritannien ganz deutlich. Aber wie gesagt, die Visum Situation ist tatsächlich doch höchst problematisch und man muss dann sehen, wie man damit umgehen kann. Eine spezifische Sache nochmal, die jetzt in Großbritannien hinsichtlich Non Dom Status sehr interessant ist, ist der sogenannte Overseas Workday Relief. Das ist also folgendes, es ist sehr beliebt, zum Beispiel in der Private Equity und Hedgefonds Branche. Da ist es ja so, dass doch Mitarbeiter, die bei diesem Hedgefonds oder Private Equity Firmen angestellt sind, in Großbritannien in London leben, in London arbeiten und auch unwahrscheinlich viel auf Reisen sind. Wir haben im Mandanten, die weit über 200 Tage im Jahr, also natürlich nicht zu Corona Zeiten, aber ansonsten wirklich weit über 200 Tage im Jahr unterwegs waren. Und da gibt es ein sehr interessantes Feature, was man nutzen kann in Großbritannien und das funktioniert wie folgt. Also man lebt in Großbritannien. Man hat einen britischen Arbeitgeber. Wenn man für diesen britischen Arbeitgeber sich im Ausland aufhält, sagen wir mal man ist immer 80% der Arbeitszeit im Ausland oder auch 50% oder auch 40%. Dann kann der Arbeitgeber, den Teil des im Ausland letztlich bezahlten oder verdienen Gehaltes, also den Anteil meiner Arbeitszeit im Ausland verbracht habe, kann er dann auf ein Auslandskonto überweisen und kann mir dieses Brutto überweisen. Also das heißt, er muss keine Steuern und Sozialabgaben dafür abführen. Das funktioniert für maximal 3 Jahre. Also nur mal ein Beispiel, jemand verdient hunderttausend und ist 60% seiner Arbeitszeit, also von 10 Tagen 6, von 5 Tagen 3 im Ausland. Also der verlässt London am Montag, kommt Donnerstag zurück, total normal, machen extrem viele Leute. Dann kann er also der Arbeitgeber 60% des Gehaltes Sozialversicherungs frei und steuerfrei auszahlen. Das heißt der Arbeitgeber bezahlt mir also dann von den Hunderttausend 60000 auf mein Konto im Ausland aus. Ich darf das wiederum nicht nach UK reinbringen, ist natürlich klar, weil ansonsten wird es steuerpflichtig und auf die restlichen 40% zahle ich dann ganz normal britische Steuern und Sozialabgaben. Das Ganze funktioniert für maximal 3 Jahre und natürlich kann nur bis 80% des Gehaltes auf diese Art und Weise ausgeschüttet werden. Das heißt also wer hunderttausend verdient, der könnte maximal 80000 so erhalten, der Rest muss immer versteuert werden, also ein gewisser Anteil muss immer versteuert werden.
Daniel: Da hab ich gleich noch eine spezielle Fragen. Man versucht ja immer, das es klingt ja erstmal großzügig was du grad sagst, aber man will ja dann immer noch mehr oder so. Jetzt stelle ich mir vor, ich bin also jetzt von einer Firma angeheuert, im Ausland, sag mal ein Beispiel Land, wo würde ich jetzt als UK Mitarbeiter hin vermietet werden, so in welches Land zum Beispiel?
Sebastian: Also ich werde nicht vermietet, also vermieten geht nicht.
Daniel: Na gut, aber ich bin halt dort tätig.
Sebastian: Also du bist dann auf Geschäftsreise, du bist nicht vermietet. Also das sind Leute, die reisen natürlich hin und her. Weil ich meine, eins darf natürlich nicht passieren, du darfst natürlich auf keinen Fall so viel Zeit in einem Land verbringen, im Ausland, das ist dann dort steuerpflichtig bist.
Daniel: Ok gut.
Sebastian: Das heißt, das sind Leute, die reisen von Deutschland nach Frankreich, nach Malta, in die USA und zurück und nach Asien, hin und her.
00:45:48 - Overseas Workday Relief: Kann ich auch im Homeoffice arbeiten, wenn es zum Beispiel wegen Corona Reisebeschränkungen gibt?
Daniel: So jetzt bin ich also eigentlich, wäre ich da immer unterwegs und jetzt durch die Coronazeit muss ich das im Home-Office machen. So jetzt würde ich natürlich jetzt würde ich mal versuchen drauf ankommen lassen kann ich denn dann für die Zeit wo ich jetzt eigentlich diese Tätigkeit ohne Corona im Ausland gemacht hätte und dann von dieser von diesen Steuervorteilen profitieren würde? Kann ich das in irgendeiner Art und Weise dann für mich geltend machen? Weil ich kann ja nichts dafür, dass sie jetzt wegen Corona von mir aus das Land nicht verlassen darf oder vielleicht gibt es da irgendwelche Einreise Ausreise Regeln.
Sebastian: Nein, kann man nicht, tatsächlich nur möglich, wenn ich tatsächlich im Ausland gearbeitet habe.
Daniel: Man muss physisch das Land verlassen haben. Dazu ist es interessant zu erfahren, dass es 2 Möglichkeiten gibt, das in die Wege zu leiten.
Sebastian: Einmal kann das der Arbeitgeber für mich im Vorfeld beantragen, was meiner Meinung nach der beste Weg ist. Der andere Weg ist das natürlich dort der Arbeitgeber das gut nicht macht, dann kann jeder Arbeitnehmer über den Lohnsteuer Ausgleich, das ist dann die Steuererklärung, die zu viel gezahlten Steuern zurückfordern. Was natürlich jetzt, ein langwieriger Weg ist dann.
Daniel: Aber ich brauch als Arbeitnehmer dann auch ein zweites Konto, auf das diese Gelder eingezahlt werden. Das muss ja dann im Ausland bleiben das Geld.
Sebastian: Also ich kann dann, wenn ich aus Deutschland bin und ein deutsches Konto habe oder ich kann Ihren Controller of Shock rund oder sowas sagen es darf nur nicht auf ein neues Konto fließen.
00:47:12 - Was spricht für oder gegen Irland als Non Dom Staat?
Daniel: Jetzt hast du ja Irland schon erwähnt, vielleicht gehen wir da gleich mal nach Irland und gucken wir uns mal an was gibt es denn da? Was spricht für Irland oder was spricht gegen Irland? Wie sieht's da aus?
Sebastian: Ja, also Irland, in Irland ist der Non Dom Status sehr vorteilhaft. Ja also wie gesagt, es gibt keine zeitlichen Beschränkungen. Im Gegenteil, die Iren haben sogar im Rahmen der letzten Finanzkrise/Rezension den Non Dom Status auch nochmal erweitert. Die haben nämlich dann gesagt, dass auch Einkünfte aus britischen Gesellschaften unter den Nondom-Status fallen. Ja also gerade eben hatten wir gesagt, in Großbritannien ist das nicht der Fall, was Einkommen aus irischen Gesellschaft anbelangt. So das heißt also, wer in Irland wohnt und zum Beispiel eine Gesellschaft in Großbritannien hat, die ihm Dividenden ausschüttet, diese Dividenden sind in Irland komplett steuerfrei unter den üblichen Bedingungen. Das heißt, dass sie dort nicht ins Land eingebracht werden ect. Also der Nondom- Status in Irland ist absolut zu empfehlen, ist also sehr vorteilhaft.
Daniel: Und wer sich ansonsten noch für das Leben auf der Insel interessiert, der sollte sich den Podcast zu Irland ansehen oder anhören genau.
Sebastian: Sollte nicht zu viel erwarten.
00:48:21 - Malta als Non Dom Land
Daniel: Wollen mal nicht zu viel verraten, jetzt an der Stelle. Malta? Wie sieht es denn da aus? Also was spricht für Malta was spräche dagegen? Also dagegen, klang ja schon bissl raus, also die Insel hat im Vergleich zu Großbritannien jetzt nicht soviel zu bieten. Also wer das braucht eine große Stadt und vielleicht viele Freizeitangebote oder wer einfach den Puls des Lebens spüren will, ist Malta vielleicht eher weniger geeignet. Aber ich bin gespannt, was spräche denn dafür, den Nondom-Status in Malta zu beantragen?
Sebastian: Also wie gesagt auch in Malta ist der Nondom-Status extrem offen. Das heißt also, man kann ihn unbegrenzt nutzen. Wir hatten schon in einer anderen Podcast Episode angesprochen, dass die irischen Steuerbehörden nicht sehr zimperlich sind und auch sehr unangenehm sein können. Die maltesischen Steuerbehörden im Gegenzug zu meiner Erfahrung nach sehr gesprächsbereit und sehr kulant ja, Das heißt, hier wird der Non Dom meiner Meinung nach in Ruhe gelassen. Meiner Erfahrung nach will ich sagen. Wichtig zu verstehen in Malta sind 2 Dinge. So wir hatten ja vorhin gesagt, dass Auslandseinkünfte, die ins Land überwiesen werden, versteuert werden müssen. Im Wohnsitzland Bestandsvermögen aber nicht. So Malta hat jetzt die interessante Regelung, dass Einkünfte nach einem Jahr zu Bestandsvermögen werden und damit steuerfrei ins Land ausgezahlt werden können. Also ein Beispiel, ich lebe in Malta und bin Nondom. Ich habe Kapitalerträge aus Dividenden aus einem ausländischen Depot, in Höhe von hunderttausend Euro in 2000 sagen wir mal 2022. Überweise ich mir jetzt diese Beträge in 2022 auf ein maltesisches Konto oder gebe die in Malta aus, werden diese Erträge in Malta steuerpflichtig und müssen dort ganz normal versteuert werden. Überweise ich mir diese erst in 2023 sind sie zu meinem Bestandsvermögen geworden und ich kann sie in Malta ausgeben.
Daniel: Das klingt echt attraktiv, da gibt es gar keine Frage.
Sebastian: Das klingt attraktiv, aber der Zyniker wird natürlich sagen, was willste denn in Malta machen, da kannst du nichts ausgeben. Gutes Shopping gibt es nicht, gute Restaurants gibt es nicht. Okay, du kannst dir deine Hütte kaufen. Die sind überteuert und naja, der Standard ist fragwürdig.
Daniel: Ja gut, oder ein Restaurant aufmachen wenn du sagst, gute Restaurants gibts nicht, muss man halt eins auf machen.
Sebastian: Also genau das ist ja, der ist ja der Catch twentytwo. Du kannst es zwar nach Malta überweisen, aber die Frage ist für was? Ein teures Auto willst du auch nicht, dass wird wirklich zu Schrott gefahren, wenn du es irgendwo parkst. Also ich meine wie gesagt, aber das ist so ein bisschen zynisch natürlich ja. Aber also ich sage mal für Personen, die jetzt in der Situation sind, wie der Mandant, von dem wir vorhin gesprochen haben, ja. Die jetzt letztlich laufend kleine Kapitalerträge erwirtschaften und die zum Leben brauchen, für die kann es interessant sein, weil die müssen zwar ein Jahr überbrücken, von dem Sparen aber können dann letztlich anfangen, von ihren laufenden Kapitalerträgen zu leben, also für den Fall ist es tatsächlich interessant. Ja, also wenn ich meine Kapitalerträge für das tägliche Leben tatsächlich benötige, dann ist es interessant. Und ein anderer wichtiger Punkt zu Malta ist der, das ja Malta aufgrund von ausländischem Druck hier eine Minimalsteuer für Non Doms eingeführt hat, in Höhe von 5000€. Das heißt also Non Doms, müssen jetzt minimal ähnlich wie diese Flat Tax in Großbritannien, die dort 30000 Pfund ist, in Malta mindestens 5000€ an Steuern bezahlen. In der Regel ist das aber kein Problem, aus folgendem Grund. Also für uns das übliche Setup was wir normalerweise Mandanten empfehlen ist, man zieht nach Malta um. Man gründet dort eine maltesische Gesellschaft, bei der ist man dann angestellt, bei der ist man Geschäftsführer. Bei der bekommt man ein festes Gehalt, was möglicherweise nur 2000 / 3000€ sind, damit Miete bezahlen kann und so weiter und sofort. Damit habe ich ja schon meine 5000 Steuern in Malta bezahlt. Das heißt, das kann mir im Grunde genommen dann egal sein. Dass mag ja jetzt auf den ersten Blick abschreckend klingen, aber für die überwiegende Mehrheit der Mandanten, die haben ja dort eine Gesellschaft mit der sie dann auch Rechnungen schreiben. An Kunden in Europa, in Deutschland und Österreich. Und wie gesagt, dort lassen ie sich anstellen. Dann haben Sie Holding- Gesellschaften, damit sie dann die Gewinne aus der Gesellschaft steuerfrei vereinnahmen können. Ganz oben stehen die schottische Holding. Also das heißt, normalerweise in der Realität sind diese 5000€ komplett irrelevant, weil die werden ohnehin bezahlt, normalerweise über die Einkommensteuer auf das maltesische Gehalt.
Daniel: Auch interessant, also sollte man auf dem Radar haben, wenn es zu jemandem passt. Also Malta hat dann auch doch einiges Interessantes zu bieten.
Sebastian: Malta, definitiv also wir haben ja auch schon über Wohnsitz Malta gesprochen. Malta ist natürlich höchst interessant, wenn ich jetzt tatsächlich eben ein Unternehmen aufbauen möchte, um hier dann was zum Beispiel mal der Ausländer betreiben ich das meiste selbst.
00:53:28 - Was ist in Zypern anders in Bezug auf den Non Dom Status?
Daniel: Und die Kinder können beim nächsten Herr der Ringe als Komparsen dienen. Kommen wir jetzt noch zum letzten der Non Dom Staaten, nämlich Zypern. Hier wurde ja der Non Dom Status erst 2015 eingeführt. Und es gibt auch spezielle Unterschiede im Vergleich zu den anderen Non Dom Staaten.
Sebastian: Zunächst muss man ja sagen, das Veräußerungserlöse in Zypern auf Wertpapiere, ja tatsächlich Wertpapiere, also verbriefte Wertpapiere, für Aktien Bons und so weiter und sofort auch dazu alles, was wir in der Börse kaufen können beim Broker kaufen kann, ja nicht, aber zum Beispiel Crypto, da kommen gleich dazu, diese grundsätzlich in Zypern ohnehin steuerfrei sind. Also Veräußerungs Erlöse sind ohnehin steuerfrei. Es gibt in Zypern eine wichtige Kapitalertragsteuer. Und das ist eben auch alles, was zypriotische Immobilien anbelangt, aber ansonsten auf Wertpapiere zahlt auch der, der regulär Domicite Steuerzahler in Zypern ganz normal keine Steuern auf solche Veräußerungserlöse und demnach natürlich auch der Non Daumen Steuerzahler. Wo jetzt der Non Dom Steuerzahler tatsächlich sparen kann in Zypern sind Dividenden und Zinserträge anders als in den anderen Staaten spielt hier keine Rolle, ob die von einer zypriotische Gesellschaft stammen oder ob diese von einer ausländischen Gesellschaft stammen. Ob diese auf ein zypriotisches Konto fließen oder nicht, die können also dorthin fließen oder auch nicht. In Zypern gibt es eine sogenannte Special Defence Charge (Sdc). Das ist eine Steuer, die in Zypern steuerpflichtige Person auf passive Einkünfte, wie sie es nennen, Dividenden Zinsen bezahlen müssen. Das sind 17% also nicht unerheblich, also wie eine Abgeltungsteuer praktisch. Der Non Dom Steuerzahler muss diese nicht bezahlen. Also das heißt, der in Zypern lebt und Dividendeneinkünfte hat oder Zinserträge hat, der ist da steuerlich von dieser SBC komplett befreit. Man muss jetzt allerdings aber sagen, dass andere Einkünfte hier möglicherweise nicht betroffen sind und ich sage möglicherweise, da die Rechtslage manchmal recht unklar zu sein scheint. Also ein gutes Beispiel dafür, dass Krypto und wir kommen nachher auch dazu noch mal, wenn wir über Krypto dann allgemein sprechen und Status, aber Einkünfte aus Kryptowährungen fallen in Zypern, nicht unter den Non Dom Status. Jedenfalls ist, so die aktuelle Meinung das ändert sich ja laufend, aber aktuell ist die Meinung so, da es sich eben nicht um ein Wertpapier handelt also nicht um ein verbrieftes, meinen verbrieften Titel handelt, findet hier keine Steuerbefreiung statt das heißt also in Zypern wäre Einkommensteuer hier möglicherweise zu bezahlen, ein einfacher ab weg wäre hier, dass man zum Beispiel eine zyprische Gesellschaft gründet. Die zahlt dann zwar auch zur 5%, aber da man ja deine Dividenden Einkünfte steuerfrei vereinnahmen kann. wäre das alles, was man bezahlt. Aber auch andere Dinge muss man jetzt bedenken also ich meine, wenn ich in London lebe und ich bekomme eine Provision ausgezahlt von 1 Mio in Dubai zum Beispiel ist dies in London komplett steuerfrei. Das würde nicht unter dem zypriotischen Non Dom Status fallen. Natürlich, ich könnte das wiederum in eine Kapitalgesellschaft packen, das sind halt alles die Lösungswege ja oder wenn ich in Malta oder in Irland, London bin, da kann ich zum Beispiel... ...nach Hongkong möglicherweise gehen dort ein paar Tage arbeiten mit einem speziellen Vertrag oder in Dubai und bekomme dafür monatlich 10.000 ausbezahlt als Gehalt steuerfrei. Das wäre dort möglich, in diesen Ländern. In Zypern wäre das nicht steuerfrei. Also, das heißt der Non Dom Status hat dort gegenüber den anderen Staaten tatsächlich Einschränkungen. Die Frage ist, inwieweit in der Realität, diese tatsächlich wichtig sind, dann die meisten Mandanten haben ohnehin am Ende Dividendenerträge die sie bekommen von Gesellschaften irgendwo. Ja also vielleicht die Krypto Sache ist noch dass was es für viele Mandanten hier sozusagen die ganze Sache etwas negativ darstellt in Zypern. Aber die anderen Regelungen sind möglicherweise sehr gut verträglich.
00:57:48 - Welches Non Dom Land ist die beste Wahl für Krypto-Trading?
Daniel: Ok gut zu wissen, jetzt hattest du ja schon mehrfach in der Erklärung jetzt das Thema Krypto angerissen und vielleicht ist es wirklich gut für unsere Zuschauer und Zuhörer jetzt nochmal das Thema Krypto, also steuerliche Betrachtung von Krypto Erträgen gleich auf den Besitz von Kryptowährung in den einzelnen Non Dom Staaten kurz durchzugehen, einfach um, um zu sehen wo gibt es Vorteile, wo gibt es Nachteile? Was wäre jetzt die beste Wahl, wenn man in dem Bereich tätig sein möchte?
Sebastian: Genau also Zypern, haben wir ja gerade eben schon besprochen, da mach ich das noch kurz weiter. In Zypern wie gesagt ist es so, dass die momentane Rechtsauffassung ist, dass Krypto Erträge, also jedweder Krypto Verdienst, da es sich ja nicht um ein Wertpapier in dem klassischen Sinne handelt, auch in Zypern nicht steuerfrei sind. Das heißt also, man kann wie gesagt den Umweg gehen und eine Gesellschaft gründen, in Zypern den Ertrag, dann in Zypern entsprechend versteuern mit 12,5% Körperschaftsteuer, die Dividenten sind dass steuerfrei. So wandelt man die Krypto Erträge also dann um in Stelle in Dividenden, Kapitalerträge, die dann als Non Dom im Prinzip auch steuerbefreit sind. Also das wäre möglich. Ansonsten gilt für Kryptowährungen keine Steuerbefreiung. Wie siehts in den anderen Ländern aus? In Großbritannien ist es relativ klar. Das hat die britische Regierung ganz klar so definiert. Die britische Steuerbehörde hat hier ein Schreiben herausgegeben schon 2019, wo sie gesagt hat, dass sämtliche Erträge aus Kryptowährung nicht über den Non Dom Status abgerechnet werden können. Das heißt also, wer in Großbritannien lebt und dort Erträgen hat aus Kryptowährung, und der muss diese dort ganz herkömmlich versteuern Kapitalertragsteuer auf Veräußerungserlöse und wenn er es gewerblich macht, dann eben mit der entsprechenden Einkommensteuer. So sieht die Situation in Großbritannien aus. In Malta und in Irland verhält es sich so, dass es dort auch keine hundert Prozent klare Aussage gibt der Behörden. Ist also eine sich entwickelnde Situation. Aber so allgemein sind die Kollegen dort der Meinung, dass letztlich, wenn Kryptowährungen getauscht werden in Fiat und dieser Tausch findet über eine Börse statt, die nicht in Irland beziehungsweise im Malat befindet, dann ist der Ertrag steuerfrei. Alles, was sowieso in Kryptowährung gehandelt wird, ist sowieso generell dann auch unterfällt dann dem Non Dom Status und ist somit auch steuerfrei. Es ginge also nur letztlich um den Betrag, der getauscht wird. Das heißt also, ich kann über das Geld verfügen auch als Fiat oder nicht? Dafür müsste ich dann tauschen in einer Börse, die nicht in Malta oder in in Irland ist, was eigentlich relativ einfach ist.
01:00:41 - Steuern als Non Dom aufs Traden und Investieren
Daniel: Wunderbar noch eine andere wichtige Frage. Also ich ich entscheide mich für eines der genannten Länder, möchte dort wohnen und meine Tätigkeit oder ich finanziere meinen Lebensunterhalt, weil ich trade oder investiere, Investments mache, wie wird das betrachtet? Wie wirkt sich das steuerlich aus, wenn es meine einzige Einkommensquelle ist, mit der ich mein Leben finanziere, aber es findet ja außerhalb des jeweiligen Non Dom Status statt?
Sebastian: Das ist eine sehr gute Frage. Also in der Tat wir haben sehr viele Mandanten, zum Beispiel heutzutage Softwareentwickler sind und sich sagen naja, eigentlich hab ich keine Lust mehr auf Software Projekte. Ich will eigentlich jetzt hier hauptberuflich Krypto Traden oder ETS Traden oder oder Aktien Traden oder Währung Traden machen macht ja also jedenfalls ich will mein Beruf im Grunde niederlegen und jetzt eigentlich mich aufs Trading konzentrieren, wie man so schön sagt und dann liegt er nahe legen, dass ich sage ok. Also ich geh einfach in eines dieser Länder, ziehen dorthin um, eröffne mir ein Konto bei irgendeinem Broker im Ausland. Damit sind meine Mittel im Ausland, meine Gewinne sind aus dem Ausland, die Gewinne sind passiv, ist ja alles wunderbar, dann müßte es ja alles steuerfrei sein und das ist definitiv nicht der Fall. Also weder in Großbritannien noch in Irland noch in Malta, noch in Zypern ist es möglich mit dem Non Dom Status gewerblich hier zu Traden. Also wenn es eine gewerbliche Tätigkeit ist, dann wird das ganz normal lokal mit Einkommensteuer im Grunde belegt werden. Nicht mal Kapitalertragsteuer, die vielleicht noch erträglich wäre, sondern mit Einkommensteuern. So jetzt ist die Frage was ist gewerblich? Ich stelle mal eine Gegenfrage: Was ist nicht gewerblich? Was erlaubt ist, ist Vermögensverwaltung. Also ich darf als Non Dom mein vermögen verwalten, das ist also keine gewerbliche Tätigkeit, da entsteht kein steuerliches Risiko. Vermögensverwaltung heißt, wenn ich da einmal die Woche reinschauen, mir mal so anschaue, wie sich die Kurse entwickeln, ja und dann vielleicht den ein oder anderen Verkauf mache und das war es. Als Vermögensverwaltung zählt ganz sicherlich nicht, wenn ich zu Hause in meiner Wohnung in London oder Malta jeden Tag 8 Stunden sitze, dort 6 Monitore habe, vor mir, und den ganzen Tag letztlich hier am Traden bin, das ist sicherlich nicht Vermögensverwaltung. Das ist gewerbliches Trading. Es gibt die sogenannten Badges of Trade in allen 4 Ländern. Das heißt, es ist im Grunde ein Test oder es ist eine Reihe von Tests, die im Grunde gemacht werden, wo man prüft, ist es eine gewerbliche Tätigkeit oder nicht! Da gibt es eine ganze Anzahl. Wir wollen jetzt hier nur auf die einfachsten Fälle eingehen. Die wichtigste Frage ist der hat diese Person einen Beruf, oder hat sie kein Beruf? Ich will ein Beispiel sagen wir haben einen Mandanten, der ist Pilot bei der Lufthansa. Der hat den Wohnsitz in ein entsprechendes Land verlegt und der Traded natürlich jetzt dann steuerfrei, weil er Vermögensverwaltung macht, denn er ist ja im Vollzeit Beruf nachweislich bei der Lufthansa angestellt als Pilot. Also ganz klar, was er dann nebenher macht, da hat er vielleicht eine Stunde Zeit am Tag oder so, das läuft dann natürlich ganz klar unter unter Vermögensverwaltung. Man schaut sich die Einkommen an, jemand generiert, wenn ich jetzt ein Business habe, was mir im Jahr 250.000 Dividenden generiert, die ich ganz normal ver steuere und dann treff dich ein bisschen und mach dann 50.000 dann ist es auch klar, dass das Vermögensverwaltung ist ja und keine gewerbliche Tradingtätigkeit. Aber alles, was im Grunde dahin geht. Dass das, dass ich keinen anderen Beruf habe, dass ich das mit sehr mit öffentlich damit sehr viel Zeit verbringe, dass mein Einkommen dadurch überproportional letztlich darauf beruht, des deutet alles darauf hin, dass das Trading ist. Auch eine gewisse Regelmäßigkeit ja, das sind also sage jeden Tag von 8 bis um 5 sitz ich vorm Computer. Auch alles das ist ein Hinweis darauf, dass letztlich gewerblich ist und wie gesagt die gewerbliche Tätigkeit bedeutet dann, dass diese gesamten Einkünfte daraus in dem entsprechenden Land mit Einkommensteuer ganz normal als Gewerbe letztlich anzumelden sind. Was kann man dagegen machen? Man kann natürlich eine Gesellschaft gründen. In Zypern ist es relativ einfach. Man gründet Gesellschaft, die man selbst leiten kann. Dort zahlen um 12,5% Steuern, die Dividenden steuerfrei. In Malta ist es auch relativ einfach, denn in Malta kann ich eine Gesellschaft gründen, die bezahlt 5% Steuern, dann mach eben die Gesellschaft letztlich das Trading, ja nicht ich im eigenen Namen, sondern Trading im Rahmen der Gesellschaft. Zahl darauf 5% Steuern, Gewinne können dann wieder steuerfrei über den Non Dom Status vereinnahmt werden. Etwas anders sieht es dann aus in Großbritannien und Irland, wo im Grunde dann hier tatsächlich Substanz im Ausland vorhanden sein muss, Geschäftsführer und so weiter und sofort, damit ich das hier glaubhaft machen kann, das heißt, eine lokale Firma könnte ich nicht gründen. Ich könnte eine Firma im Ausland gründen, und ich muss dann natürlich schauen, dass diese Firma tatsächlich auch dann ein Geschäftsführer hat, der tatsächlich angestellt also nicht, dass ich alles mache; was also natürlich sehr viel schwieriger, dann in der Darstellung, dann ist. Ich kann es einmal daran erinnern, der Markt tatsächlich also professioneller moderner Trader. Der hat da glaub ich mehrere Fonds gehabt er selbst hatte in Monaco gelebt, ist dann nach London umgezogen, hatte aber in Singapur ein komplettes Back Office mit Personen mit Tradern und so weiter und sofort, der kann sich immer noch besuchen. Meine Firma ist in Singapur, da habe ich Leute, die machen das alles aber so für den für die Einzelperson, die so am liebsten alles gerne selbst macht die selbst Trades mal hier auf den Overhead nicht will, jetzt irgendwie Firma im Grunde zu haben. Für die sieht es schwierig aus in den Non Dom Staaten.
Daniel: Wie sieht es denn hierbei aber mit der Kontrolle aus? Wird oft kontrolliert und welche Konsequenzen hat Falschverhalten?
Sebastian: Natürlich so, dass da sehr viel läuft, ja, nach dem Motto wo kein Kläger da kein Richter. Also natürlich in der Realität ist es so, dass dort sehr viele Leute genau das machen, was ich ehrlich nicht tun dürfen. Wir haben auch selbst Mandanten, die das tun trotz besserer Belehrung durch uns, aber wenn es halt dann mal zu Überprüfung kommt ja was bei non doch es immer möglich ist, in einigen Ländern mehr als in anderen. Dann werden diese Dinge dann zum Problem, also man muss wenigstens wissen was man tut, ist dann nicht im Sinne des Erfinders und wenn der Erfinder dann drauf kommt, dann gibt es halt dann was auf den Popo ja, aber ich sag mal klar also viele machen das natürlich und verlassen sich darauf, dass da nichts rauskommt. Aber wie gesagt also normal, mann erklärt ja in der Steuererklärung in keinem der Länder legt man seine Auslands Einkünfte auf und es ist ja nicht so, dass ich sage ok also ich hab hier ein Depot bei der und der Bank bei dem und dem Broker da ist soviel drauf ja also, das ist ja im Prinzip mal grundsätzlich weis ja der Staat nicht, was ich da habe. Es gibt natürlich Informationsaustausch und solche Dinge heutzutage, wie gesagt werden wir angesprochen hast, ist im Grunde für Non Doms völlig unschädlich ist ja. Aber eben jetzt kommt mal so ein Informationsaustausch zustande und da werden jetzt große Gewinne verbucht. Könnte es dann mal die Steuerbehörde möglicherweise interessieren was da abgeht!
01:07:58 - Wie unterscheiden die Finanzbehörden ausländische und inländische Einkünften?
Daniel: Also unsere Position ist ja ganz klar. Wir würden niemanden dazu ermuntern, Dinge zu tun, die gegen das geltende Recht und Gesetz verstößt, aber man muss ja trotzdem mal nachgefragt haben was passiert? Ok gut, dann stecken wir jetzt mal den Radius noch ein bisschen größer. Wir haben jetzt kurz zu Trading und Investment gesprochen, wenn ich mich also daraus finanziere. Generell ich wohne jetzt in einem der angegebenen Länder oder einen der besprochenen Länder und hab ne Auslands Firma, zum Beispiel eine LLC in den USA oder wo auch immer eine andere Auslands Gesellschaft arbeitet. Für Auftraggeber in anderen Ländern. Meine ausländische Firma fakturiert an die Auftraggeber in anderen Ländern. Ich arbeite aber ums Internet von meinem Non Dom Wohnsitz aus. Und jetzt habe ich natürlich Erträge, die landen auf dem Konto auf einem Auslandskonto meiner Auslands-Gesellschaft und jetzt bin ich der Meinung, dass interessiert jetzt das Land nicht, in dem ich wohne, weil die Firma im Ausland mein Kunde ist, im Ausland das Geld bleibt. Das Einzige ist, ich sitz am Computer und benutze das Internet in dem Land. So, wie sieht es das lokale Finanzamt?
Sebastian: Genau das, das ist der Grund, warum wir jetzt gerade eben hier übers Trading und Investing gesprochen haben. Im Grunde genommen wird es sehr ähnlich gesehen. Ja also wenn ich in London lebe und eine Tätigkeit habe, die ich dort lokal ausführe jeden Tag 10 Stunden lang. Ich sage jetzt mal Softwareentwicklung, dann sind die Erträge aus dieser Tätigkeit dort zu versteuern. Denn wie gesagt die Tätigkeit hat er dann einen Bezug zu Großbritannien, denn die Tätigkeit wird ja dort ausgeübt. Also würde die Steuerbehörde sagen, das sind lokale Einkünfte, das sind keine ausländischen Einkünfte. Und der Non Dom Status zählt nur für ausländische Einkünfte. Und das ist in allen Non Dom Staaten das Gleiche. Jetzt kann man natürlich folgendes machen, also mal angenommen ich lebe in Großbritannien, ich habe eine ausländische Gesellschaft und ich gründe dann noch eine weitere Gesellschaft lokal zum Beispiel in in England, eine Limited und lass mich dort anstellen und diese Limited macht einen Vertrag mit meiner Auslandsgesellschaft und leiht mich an die Auslandsgesellschaft aus, für jeden Monat 3000 € und die 3000 € werden mir als Gehalt ausbezahlt, die versteuer ich ganz normal in Großbritannien. Damit habe ich den Behörden signalisiert hier ich verdiene 3000 € im Monat als Entwickler, des wird hier voll versteuert, das ist das, was ich kriege und der Rest bleibt ja dann komplett im Ausland und somit ist jetzt das Problem entschärft. Man gründet also eine Service Limited letztlich, die einen dann anstellt. Das ist wichtig in Großbritannien, Irland. In Malta und in Zypern würden wir ja sowieso lokale Gesellschaften gründen, machen wir ja schon heute in Malta, da sind die Regeln leicht anders. Also in Malta passiert genau das Gleiche. In Malta gründe ich eine lokale Gesellschaft. Dort werde ich dann angestellt als Geschäftsführer für einen relativ geringen Obulus, für 2 bis 3000€. Damit ist dann meine maltesische Tätigkeit, die ich dann vor Ort in Malta in meiner Wohnung erledigen, für die Firma letztendlich bezahlt und der Rest geht dann als Dividende ins Ausland steuerfrei. Zypern ist das gleiche, in Zypern kann ich eine Gesellschaft gründen, die zahlt dann 12,5% Steuern die Dividenden wiederum sind steuerfrei. Das kann ich da genauso machen. Und in Irland würde es ebenfalls funktionieren. Das heißt natürlich wiederum es ist zusätzlicher Aufwand notwendig. Viel wichtiger allerdings ist, vor allen Dingen aus britischer Sicht und die Briten sind dort besonders genau im Grunde sind alle Länder genau das gleiche. Die Auslandsfirma muss tatsächlich einen wirklichen Geschäftsführer haben, wenn ich die Geschäfte der Gesellschaft leite in Großbritannien oder in Irland, dann ist die Gesellschaft komplett dort steuerpflichtig, so (in Malta ist die Körperschaftsteuer effektiv 5% in Zypern 12,5% in Irland. 12,5%) also ich meine, selbst wenn die Gesellschaft dort ja steuerpflichtig wäre, wäre es jetzt im Grunde genommen ja weniger ein Problem, aber das Problem ist eben insbesondere in Großbritannien und in Irland, dass sich die Dividenden dann nicht ins Ausland verschieben kann, sondern dass die dann in Großbritannien oder im Irland dann versteuert werden. Also deswegen, ich darf dort kein Geschäftsführer sein und in dem Land, ich brauche tatsächlich jemand außerhalb, der das dann tatsächlich macht für mich. Also ganz wichtig immer, insbesondere in UK und Irland, wenn man dort lebt und man hat Auslandsgesellschaften, muss definitiv sicherstellen, dass die nicht von mir selbst geleitet werden.
Daniel: OK, war ein klares Wort. Wir haben es verstanden und es ist letztendlich ja so wie erwartet, aber man fragt halt trotzdem immer noch mal nach. Jetzt stell ich mir einfach vor der ein oder andere Zuschauer Zuhörer hat es jetzt alles verfolgt und möchte jetzt diesen Non Dom Status in einem der Länder haben. Was rätst du jetzt, weil man sollte ja immer alles idealerweise Plan voll angehen, also in welchen Schritten würdest du jetzt empfehlen, diese Sache anzugehen? Also wie sollte man das planen? Was macht man als erstes und so weiter und sofort, damit das auch das Ganze auch erfolgreich wird am Ende?
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01:13:30 - Erfolgreich Non Dom werden, wie geht das?
Sebastian: Also zunächst mal ganz wichtig halte ich immer die Frage wo will ich eigentlich wirklich leben? Die steuerlichen Überlegungen sollten zwar Teil dieser Planung sein, aber nicht das auch Schlangen Kriterium, denn es hatte keinen Sinn, irgendwo keine Steuern zu zahlen, aber todunglücklich zu sein. Das heißt, wenn jemand Non Dom werden möchte und wirklich auch diesen Status leben möchte und dann tatsächlich auch sich in dem Land aufhalten möchte und dort leben auf und möchte wieder Weise mit Familie. Das ist es natürlich extrem wichtig, dass man sich dort wohlfühlt und dieser tatsächlich vorstellen kann. Das heißt, das ist die erste Überlegung, wie man machen sollte, was passt zu mir, wo mag ich das Klima, wo manche Leute, was ist für mich gut erreichbar? Familiär, wo gibt es möglicherweise richtigen Schulen oder ich mach Homeschooling wo kann ich das machen? Zum Beispiel in Zypern nicht erlaubt Homeschooling im Alter auch nicht erlaubt übrigens ja wo wo passe ich hin, wo passt meine Familie, was passt zu mir? Sonst ist die erste Frage, die ich mir stellen sollte. Dann gibt es, was die Umzugsfrage anbelangt, einige wichtige Schritte, die man natürlich vorher beachten muss. Wir hatten ja schon vorhin gesagt, dort hat es einige Punkte betreffend Konto, Trennung usw die man beachten muss, das heißt diese Vorbereitung muss ich treffen, möglicherweise muss ich mir eine neue Bank suchen also wir wissen zum Beispiel von den Schweizer Banken Credit Swiss und UPS, die haben eigene Abteilungen für Non Dom Steuerzahler ja, wo die genau darauf vorbereitet sind. Auch diese Kontentrennung erst Kapitalträger viele Korn gebucht werden müssen, dass ich zum Beispiel als jemand, der in Großbritannien lebt. Natürlich keine britischen Aktien haben sollte, weil das ja keine Auslandseinkünfte, das heißt dann Steuern drauf bezahlen als jemand, der in Irland wurden, keine irischen und so weiter und sofort das heißt, sie sind darauf eingestellt und vorbereitet. Das heißt möglicherweise muss ich meine Bank und Vermögen zu weitersuchen, der sich damit auskennt oder ich muss mich eben selbst damit dann beschäftigen. Viele NonDOM machen das natürlich so, dass sie dann schon vor dem Umzug eine Immobilie kaufen. Wie gesagt, Wir hatten die Nachteile im Fall von musst handeln und eben angesprochen andere Mandanten eröffnen. Vor dem Umzug ein Konto in dem Land und überweisen dann dort erstmal bestimmten Betrag hin. Ne hunderttausend vielleicht, wenn sie dann von denen sie dann erstmal leben können, weil wenn ich vor dem Umzug Geld dahin überweisen bin ich ja noch außerhalb des Steuersystems und das musst du natürlich auch nirgendwo gemeldet werden und angegeben werden. Insofern könnte ich sagen ok bevor ich nach England umziehe, überweis ich schon mal 250.000 dahinter kann ich in den ersten 2 Jahren mal davon leben so das sind also alles solche Schritte, die man natürlich genau planen muss.
Möglicherweise geht es weiter. Möglicherweise hat mir vorhin schon gesagt, wenn ich jetzt deutsche Beteiligung habe, dann ist es der Non Dom Status grundsätzlich ungeeignet. Ich muss dann diese also im Holding Gesellschaften einbringen. Möglicherweise macht es auch Sinn wie zu verkaufen, wenn ich aus Deutschland wegziehen, dann falle ich in der Regel unter die beschränkte erweiterte Steuerpflicht, wenn ich Non Dom bin. Also da gibt es ne Menge von Dingen, die zu berücksichtigen sind, wenn man in einem dieser Länder umzieht und da muss man dann auf jeden Fall diese Sache genau planen. Ich würde raten, mal einen Beratungstermin über unsere Webseiten zu buchen und man kann sich dann mal hier konkret über den Non Dom Status unterhalten, über die Optionen unterhalten kann dann auch klären, ob das überhaupt geeignet ist für mich ja also, es gibt ja etliche Situationen, auch wo es absolut nicht geeignet ist, wenn ich nicht in der Lage bin, passive Einkünfte im Ausland zu generieren, weil ich hier einen Job habe als Softwareentwickler, wo ich 8 Stunden vorm Bildschirm sitzen muss. In dem Land, in dem ich lebe. Dann ist möglicherweise der Non Dom Status nicht für mich geeignet, ist ganz klar. Das sind alles Dinge, die muss man genau besprechen muss, man genau planen. Das heißt zunächst Beratungsgespräch und dann wird sich das wahrscheinlich in so ein gewisses kleines Beratungsprojekt erweitern, bis die ganze Frage endlich geklärt sind und bis er dann tatsächlich den Umzug dann machen kann.
01:17:26 - Kontaktdaten, Verabschiedung
Daniel: Okay, ja, Vielen Dank du, was sehr informativ. Jetzt, wenn einer unsere Zuhörer Zuschauer noch weitere Fragen hat, wie kann er an Informationen kommen, wie kann er dich erreichen? Was empfiehlst du?
Sebastian: Also wie gesagt, das Einfachste ist zu unserer Website zu gehen und ein Beratungsgespräch zu buchen und dort dann alles weitere im Beratungsgespräch zunächst einmal zu klären. Das wäre das Erste, was ich empfehle. Der Website Link ist hier unten in der Beschreibung des Videos drin, da können Sie einfach hingehen und sich den Link dann heraussuchen.
Daniel: Also dann vielen Dank und bis zur nächsten Folge von Perspektive AUSLAND. Der Podcast für alle Unternehmer, die es ins Ausland zieht.